Kontaktsystem lädt Elektrobusse

Elektrobusse sind im Stadtverkehr eine umweltschonende Alternative zu Dieselfahrzeugen. Doch bisher war es schwierig, die Busse über lange Strecken mit elektrischer Energie zu versorgen. Dem Fraunhofer Institut ist es gemeinsam mit Partnerunternehmen gelungen, Busse während des Regelbetriebs mit einem Kontaktsystem aufzuladen. Innovativ: Das Schnellladesystem befindet sich auf dem Dach des Busses und macht schwere Energiespeicher überflüssig.

Die Entwicklung basiert auf folgende Kerntechnologien:

  • Eine Ladestation mit hohen Ladeleistungen
  • Batterien mit hohen Leistungsaufnahmen
  • Ein schnelles Kontaktsystem, das die elektrische Energie überträgt

So funktioniert es

Doch wie funktioniert die Technologie im Alltag? Der Busfahrer positioniert das Fahrzeug an einer Haltestelle oberhalb einer Ladestation. Farbige Markierungen am Fahrbahnrand und akustische Signale helfen ihm dabei. Dann dockt der Kontaktknopf der Ladestation auf einer Gleitschiene am Fahrzeug an und der Elektrobus wird automatisch aufgeladen. Der Fahrer überprüft dabei den Ladezustand der Batterie.

Bei einer Übertragung im Stillstand kommt es lokal zu hohen Temperaturen. Die Fraunhofer-Forscher haben für das Kontaktsystem deshalb thermostabile Komponenten entwickelt, damit die Bauteile nicht beschädigt werden.

Im Dresdner Linienbetrieb kam die Technologie bereits zum Einsatz – und übertraf die Erwartungen der Forscher. Die Nachladezeit dauerte um die sechs Minuten. Der Elektrobus bewältigte eine 20 Kilometer lange Strecke und verbrauchte 1,19 kWh pro Kilometer.

Weiterführende Links: 

  • Weitere Informationen zu diesem Thema und anderen spannenden Forschungsprojekten finden Sie auf der Homepage des Fraunhofer Instituts.
  • Elektromobilität: So lädt drahtloser Strom E-Autos auf.