Revolution im Hausbau

Sieht so der Hausbau der Zukunft aus? Der Kran-Roboter Hadrian ist in der Lage, völlig selbstständig einen kompletten Rohbau hinzustellen. Und das in nur zwei Tagen. Wie ist das möglich? Hadrian ist mit einer Software gefüttert, die in einer 3D-Simulation den Bauplan vorgibt. Dadurch fräst der Roboter die Ziegel passgenau zu, platziert sie an der richtigen Stelle und bringt anschließend den Mörtel an.

Das Ganze sieht dann ungefähr so aus, wie in dieser Animation:

Entwickelt wurde Hadrian vom australischen Ingenieur Mark Piva. Sein Ziel: Den Hausbau effizienter und schneller zu gestalten. Denn der Roboter türmt rund 1.000 Ziegelsteine auf – pro Stunde. Hochgerechnet würde Hadrian so 150 Häuser pro Jahr hochziehen.

Kein Duell zwischen Mensch und Roboter

Mark Piva will mit seiner Innovation keinen Kampf zwischen Mensch und Maschine befeuern. Im Gespräch mit Perth Now sagte er:

"Ich habe absolut nichts gegen Bauarbeiter. Aber das Durchschnittsalter der Maurer steigt und es ist schwierig neue Mitarbeiter für das Baugewerbe zu gewinnen."

Darüber hinaus soll die Technologie den australischen Häusermarkt entspannen. Der Roboter kann 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr arbeiten und so durch die geringeren Kosten den Wohnraum vergünstigen.

Ob man auch bald in Deutschland über Hadrian Bauklötze staunt, bleibt abzuwarten. Denn wie viele Zukunftstechnologien ist auch dieses Roboterprojekt aufwendig und kostspielig. Über den Entwicklungszeitraum von zehn Jahren hat Hadrian sieben Millionen US-Dollar verschlungen.

Weiterführende Links:

  • Wie ein Roboter mit 3D-Druck eine Brücke in Amsterdam spannt, erfahren Sie hier.
  • Warum Lagerroboter die Logistikbranche und den Online-Handel drastisch verändern, lesen Sie ebenfalls bei Digitaler Mittelstand.