Experte für autonomes Fahren trifft auf Kartendienst-Vorreiter

Die beiden den Partner in dieser Kooperation sind beileibe keine Unbekannten. Das israelische Unternehmen Mobileye ist spezialisiert auf Technologien für das autonome Fahren und die Herstellung von Fahrerassistenzsystemen. Bis vor kurzen war der Technologie-Anbieter Partner des Elektroauto-Pioniers Tesla. Für das autonome Fahren entwickelte Mobileye den Kartendienst "Roadbook".

Der Kartendienst Here wurde vor gut einem Jahr zum Shooting-Star, als Audi, BMW und Daimler sage und schreibe 2,8 Milliarden Euro locker machten, um Nokia das Unternehmen abzukaufen. Grund für die Begehrlichkeiten dürfte schon damals Heres High-End Kartendienst „HD Live Map“ gewesen sein, ein echtzeitnaher Clouddienst für teilweise und völlig autonome Fahrzeuge.

Kartendienst integriert Sensordaten für autonomes Fahren

Es treffen also zwei Experten in Sachen autonomes Fahren aufeinander. In ihrem gemeinsamen Projekt soll Mobileyes Roadbook als zusätzliche Datenschicht in Heres HD Live Map integriert werden. Roadbook sammelt über die Fahrzeugsensoren Umgebungsinformationen, die in den Kartendienst einfließen und so die echtzeitnahe Kontexterkennung für autonome Fahrzeuge erhöhen sollen.

Das verkündeten die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung. Durch die Integration von Roadbook als zusätzlicher Datenschicht in die HD Live Map sollen autonome Fahrzeuge nicht nur besser über Streckenverläufe informiert, sondern auch sicherer auf der Straße positioniert werden. Im Gegenzug wird Mobileye Daten von Here nutzen, um eigene Produkte zu verbessern.

Weiterführende Links:

  • Dass Sensoren in modernen Fahrzeugen die Umgebung überwachen, um Assistenzsysteme mit Informationen zu versorgen, gehört inzwischen zum Alltag. In Zukunft könnte eine kamerabasierte Personenerfassung auch wissen, was im Auto passiert.
  • Autos lernen sprechen. Nicht nur mit dem Fahrer, sondern auch mit der Werkstatt und anderen Fahrzeugen. Die neuen Fähigkeiten seines Autos machen es dem Fahrer möglich, die Fahrzeit in Zukunft ganz anders zu nutzen.