Akku-Drucker bringt Batterie in Form

Wie praktisch: Künftig lassen sich kleine, mobile Stromspeicher ganz flach und in jeder Form herstellen. Möglich macht das ein besonderes Verfahren, mit dem ein 3D-Drucker quasi zu einem Akku-Drucker wird. Entwickelt haben es koreanische Wissenschaftler.

Die Technik basiert auf einem speziellen Elektrolyt, das ein Forscherteam um Sang-Young Lee vom Ulsan National Institute of Science & Technology (Unist) bereits vor einiger Zeit ausgetüftelt hat. Der neue Kniff: Den Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, aus diesem Material eine Tinte herzustellen. Und die lässt sich in einem Akku-Drucker in unterschiedliche Formen bringen. So ist es gelungen, eine Batterie auf ein Brillengestell aufzutragen oder – in Herzform – auf eine Glastasse. Nachzulesen ist das Prinzip bei "Nanoletters".

Individuelle Stromspeicher für alle Fälle

Für Lee ergeben sich daraus handfeste Vorteile:

"Alle Akkukomponenten, Kathode, Anode und Elektrolyt, können auf beliebige Objekte mit komplexer Geometrie gedruckt werden, was eine nahtlose Integration von anpassungsfähigen Festkörper-Akkus mit verschiedenen Formen in komplex geformte Objekte ermöglicht."

Mit anderen Worten: Das Ergebnis sind Lithium-Ionen-Akkus nach Maß. Die seien ideal beispielsweise für tragbare Geräte. Und damit meint Lee sind nicht nur MP-3-Spieler oder Smartphones. Denkbar ist etwa eine flache Batterie für Elektronik in Textilien.

Besonders hohe Leistung

Auch die Ausdauer der Stromspeicher aus dem Akku-Drucker sei überzeugend. Nach 30 Ladezyklen verfüge eine Batterie aus der Spezialtinte noch über 90 Prozent ihrer Kapazität. Und die sei noch größer als bei einem normalen Lithium-Ionen-Akku, sagen die Forscher.

Weiterführende Links:

  • Technische Details zum Akku-Drucker der koreanischen Wissenschaftler sind bei golem.de zu finden.
  • Auch eine pfiffige Idee: Die Solar-Steckdose mit Saugnapf fürs Stromtanken am Fenster.