Hyperloop-Teststrecke in Nevada

Das US-Unternehmen Hyperloop One entwickelt derzeit ein bahnbrechendes System, um den Güterverkehr zu beschleunigen: Sie wollen Waren in Kapseln verpacken, die wiederum von Magneten betrieben und durch ein Röhrensystem gejagt werden. Und zwar mit Hochgeschwindigkeit. Die Idee stammt von Tesla- und SpaceX-Grüner Elon Musk, der sie allerdings nicht selbst umsetzen wollte. Musk ist nicht nur ein visionärer Unternehmer, er ist in diesem Falle auch Altruist. Denn er veröffentlichte seine Pläne im Internet, damit sich andere an der Umsetzung versuchen konnten.

120 Kilometer in zwölf Minuten

Das hat Hyperloop One auf den Plan gerufen: Das Unternehmen realisiert die Hochgeschwindigkeitsröhre in der Mojave-Wüste in Nevada. Dort wird derzeit eine Teststrecke gebaut, die Mitte des Jahres startklar sein soll. Langfristig möchte Hyperloop One das Transportsystem für den Güterverkehr zwischen Abu Dhabi, Dubai und Al Ain nutzen. In nur zwölf Minuten sollen die Waren die 120 Kilometer lange Strecke zurücklegen. Wie das Unternehmen mitteilt, haben die Röhren des Prototyps einen Durchmesser von 3,30 Metern und ein 500-Meter-Abschnitt der Strecke wiegt über eine Million Kilogramm.

Hyperloop auch für Menschen?

Neben Hyperloop One arbeitet auch Hyperloop Transportation Technologies (HTT) an einem solchen System und baut eine Teststrecke in Kalifornien. Mit einem gravierenden und spektakulären Unterschied: HTT strebt den Transport von Passagieren an. Sie möchten zum Beispiel eine Transportverbindung zwischen Wien, Bratislava und Budapest realisieren. Ganz schön abgefahrene Idee.