Mittelstand hat bei Industrie 4.0 den höchsten Reifegrad

Die Industrie 4.0 hat sich in den Unternehmen mittlerweile etabliert. Vor allem Mittelständler greifen vermehrt auf smarte Technologien zurück und zeigen im Vergleich zu kleinen und großen Firmen den höchsten Reifegrad, was die Digitalisierung in diesem Bereich angeht. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie der Managementberatung Horváth & Partners, der EBS Universität für Wirtschaft und Recht und der Deutschen Messe AG. 106 Führungskräfte aus Industrieunternehmen wurden hierzu befragt.

Immerhin jedes dritte Unternehmen hat bereits heute marktfähige Smart Products im Angebot, fast jedes zweite Unternehmen verwendet solche Produkte zumindest in der Erprobungs- oder Pilotphase. Der Mittelstand erreicht dabei im Durchschnitt einen um bis zu 26 Prozent höheren Reifegrad als Großkonzerne, was Technologien der Industrie 4.0 in den Bereichen Smart Factory, Smart Operations, Smart Products und Data-driven Services angeht. Mittelständische Unternehmen hätten vor allem durch innovative Ansätze als auch durch die höhere Umsetzungsgeschwindigkeit im Vergleich zu Großunternehmen Vorteile.

Investitionen in Data-driven Services lohnen sich

Der größte Zugewinn an wirtschaftlicher Bedeutung wird Data-driven Services prognostiziert. Damit ist der Ausbau neuer datenbasierter Dienstleistungen gemeint. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll dieser um 57 Prozent ansteigen. Investitionen in diesem Bereich hätten laut der Studie die größten Erfolgsaussichten.