Breitbandausbau soll in ländlichen Gebieten forciert werden

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der Zentralverband des Handwerks, der Bauernverband und der Landkreistag haben sich gemeinsam an die Bundesregierung gewandt, um den Breitbandausbau in den ländlichen Gebieten Deutschlands zu forcieren. Glasfaseranschlüsse und lückenloser Mobilfunk seien unabdingbar, um die Attraktivität ländlicher Räume zu gewährleisten und Abwanderungstendenzen zu stoppen.

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Konkret fordert die Interessengemeinschaft einen Masterplan der Regierung, wie der flächendeckende Breitbandausbau bis zum Jahr 2025 – wie im Koalitionsvertrag fixiert – umgesetzt werden soll. Auch über eine erhöhte Förderung müsse nachgedacht werden, obwohl Telekommunikationsanbieter die Breitbandversorgung sogar mit eigenen Investitionen ausbauen.

Verbraucher stimmen Forderungen in Umfrage zu

Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 999 Haushalten mit Internetanschluss sind 91 Prozent der Befragten der Ansicht der Verbände und fordern die Bundesregierung auf, den Breitbandausbau mit hoher Priorität voranzutreiben. 88 Prozent sind für staatliche Fördermittel in ländlichen Gebieten. Immerhin noch 77 Prozent verlangen in den kommenden sieben Jahren schnelles Internet für alle.

Allerdings hat sich auf diesem Gebiet auch schon einiges getan. Die Verfügbarkeit der Gigabit-Versorgung für Festnetz und Mobilfunk hat sich in den vergangenen fünf Jahren bei zwei Drittel aller Befragten verbessert.