Israelisches Start-up: Alternative Verpackung

Grüne Idee mit Potenzial: Das israelische Unternehmen Tipa hat eine Bio-Tüte entwickelt, die Nahrungsmittel frisch hält und sich nach maximal 180 Tagen selbst auflöst. Die Verpackung aus pflanzlichen Stoffen lässt sich sogar als Dünger im Kompost verwenden. Die Öko-Folien bestehen aus Harzen, die aus Holz, Mais und Zuckerrohr gewonnen werden – das macht sie so umweltverträglich.

Die Tipa-Tüte ist anderthalb Mal so teuer wie ein herkömmlicher Plastikbeutel. Daphna Nissenbaum, Gründerin von Tipa, sieht darin allerdings kein Problem. Die Verpackungskosten würden im Endpreis eines Produktes noch einen geringen Teil ausmachen. Im Gespräch mit der "Frankfurter Rundschau" erklärte sie weiter:

"Der Verkauf hat immer mit dem Image des Produkts zu tun, mit Design und Verpackung. Und da liegen wir voll im Trend. Unsere Verpackung bietet einen Mehrwert."

Innovation in vielen Formen und Farben

Daphna Nissenbaum weiß ebenfalls um die Wichtigkeit der Individualisierung der Verpackungsmaterialien. Die Bio-Tüten gibt es in vielen verschiedenen Größen, Formen und Farben. Noch ist das Erzeugnis von Tipa ein Nischenprodukt. Die Gründerin möchte aber schon bald die globale Nahrungsindustrie beliefern.  Investoren aus Kanada und Singapur sollen bei dieser Mission helfen. Nissenbaum gibt sich optimistisch:

"In zehn Jahren werden wir unsere Technologie in der ganzen Welt verkaufen."

Weiterführende Links:

  • Innovation: Ebenfalls eine grüne Idee ist SunnyBAG. Diese Tasche dient als Stromtankstelle.
  • Auch nicht schlecht: Biosprit aus Kaffeesatz soll den Energiesektor umkrempeln.