Integriertes Flammenschutzmittel soll Akkubrand verhindern

Smartphone-Akkus, die in Flammen aufgehen, Batteriefeuer bei Elektroautos – 2016 wurde deutlich, welche Gefahren von Akkus ausgehen können. Grund genug für Wissenschaftler der Universität Stanford nach einer Lösung zu suchen. Das Ergebnis ist ein Akku mit eingebautem Feuerlöscher. Und so funktioniert der Schutz: Wie unter anderem "Golem" berichtet, haben die Forscher in den Separator, der die beiden Elektroden trennt, das Flammenschutzmittel Triphenylphosphat integriert. Wenn der Akku zu heiß wird, schmilzt der Separator – dabei handelt es sich um eine Kunststoffhülle – und das Löschmittel wird freigesetzt.

Die Batterie ist danach zwar nicht mehr zu gebrauchen, aber immerhin wird auf diese Weise der Akku binnen 0,4 Sekunden gelöscht und verhindert so größeren Schaden.

Bisher wurde die neue Kunststoffhülle, die bei einer Temperatur von etwa 150 Grad Celsius schmilzt, nur in einer Knopfzelle getestet. Der nächste Schritt ist, die Innovation in größeren Akkus einzusetzen. Das Forschungsteam zeigt sich optimistisch, dass das Prinzip auch bei größeren Fabrikaten funktioniert.

Einsatz der innovativen Akkus noch fraglich

Ist dies der Fall, dann könnte die Idee auch bei der Luft- und Raumfahrt Anklang finden und dort möglicherweise zum Lebensretter werden. Ob sich die Akkus mit eingebautem Feuerlöscher nach der Experimentierphase auf dem Consumer-Markt durchsetzen werden, ist jedoch fraglich. Denn: Der womöglich dickere Separator wirkt sich negativ auf die Akkuleistung aus. Je dünner die Kunststoffhülle ist, desto mehr Platz ist für die Elektrodenschichten vorhanden, also letztlich für die Akkuleistung.

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