Berufe mit Zukunft: Ist die Industrie 4.0 ein Jobkiller?

Künftig wird die Industrie 4.0 viele Arbeitsplätze verändern – das trifft unter anderem auch auf IT-Jobs zu. Aus diesem Grund hat die Boston Consulting Group (BCG) in der Studie Mensch und Maschine in der Industrie 4.0 einen Blick in das Jahr 2025 geworfen.

Die Untersuchung rückt die Bundesrepublik in den Fokus und beschäftigt sich mit insgesamt 23 Industriebranchen. Untersucht wurde, wie zehn konkrete Entwicklungen der Industrie 4.0 Arbeitsprozesse verändern könnten:

  • Big Data in der Qualitätskontrolle
  • Assistierte Produktion durch Roboter
  • Selbstfahrende Logistikfahrzeuge
  • Product Line Simulation
  • Smart-Supply-Netzwerke
  • Vorausschauende Wartung
  • Machines-as-a-Service
  • Selbstorganisierende Produktion
  • Additive Fertigung komplexer Teile
  • Augmented Work, Wartung & Service

IT-Jobs werden wichtiger: Neue Stelle für Data Scientist und Co.

Die Macher der Analyse sehen die Zukunft positiv: Im besten Fall entstehen 950.000 neue Jobs. Dieser Wert ist allerdings sehr optimistisch berechnet – viel wahrscheinlicher werden lediglich rund 350.000 Arbeitsplätze durch die Industrie 4.0 geschaffen. Diese sind im Großteil für hoch qualifizierte Experten geeignet, wie beispielsweise Data Scientists, IT-Forscher und Analysten.

In denselben Szenarien der Forscher fallen allerdings etwa 610.000 Jobs in den Bereichen Produktion und Montage durch Roboter und Automatisierung weg. Natürlich beziehen sich alle Werte auf Annahmen und sind daher vielmehr als Richtwerte denn als genau Vorhersagen zu bewerten.

Weiterführende Links:

  • Der Einsatz von Robotern in der Industrie 4.0 ist nicht mehr aufzuhalten, berichtet das Portal "Haufe".
  • IT-Jobs werden immer wichtiger – aber woher sollen die Fachkräfte kommen? Im Interview mit "IT-Zoom" empfiehlt J. Carlos Fernandes von Delta Management Consultants ein Employer Branding an Unis.