Humanoide Roboter als Servicekräfte

Sie erledigen den Check-in, transportieren das Gepäck aufs Zimmer und verwahren Wertsachen im Schließfach: Roboter im japanischen Henn na Hotel übernehmen alle wichtigen Aufgaben im Servicebereich. Außerdem sind die Maschinen in der Lage ...

  • Hotelgäste per Gesichtserkennung zu verifizieren und ihnen so Zutritt zu ihren Zimmern zu verschaffen,
  • das Menü aufzuzählen und
  • allgemeine Touristeninformationen runterzurattern.

Das Hotel ist Teil eines Vergnügungsparks und eröffnet am 17. Juli erstmals seine Tore für die Besucher.

Wie die New York Post berichtete, setzt der Geschäftsführer Hideo Sawada die humanoiden Roboter aus zwei Gründen ein: Zum einen will er zeigen, was mit innovativer Technologie alles möglich ist. Zum anderen möchte er etwas gegen die steigenden Übernachtungspreise unternehmen und die Kosten drücken. Eine Nacht im Henn na Hotel schlägt mit 80 US-Dollar zu Buche – für japanische Verhältnisse ein akzeptabler Preis.

Ob sich die Gäste im Roboterhotel auch wohlfühlen, bleibt allerdings abzuwarten. Denn etwas mechanisch-kühl wirken die Abläufe dann doch, wie Sie in diesem Video sehen:

Humanoide Roboter als Mittel gegen den demografischen Wandel?

Japan besitzt eine der größten Roboterindustrien weltweit. Das Land will die menschlichen Maschinen gezielt einsetzen, um die Folgen des demografischen Wandels und der alternden Gesellschaft abzufedern. Außerdem sollen Kosten eingespart werden.

In der Industrie oder in der der Produktion sind Roboter längst an der Tagesordnung. Doch im Dienstleistungssektor sind die digitalen Helfer noch sehr selten anzutreffen. Das Henn na-Beispiel zeigt: Der Robotik-Trend erfasst nahezu alle Branchen – und bietet Mittelständlern neue Chancen.

Weiterführende Links:

  • Wie der Roboter Hadrian in nur zwei Tagen einen gesamten Rohbau erstellt, lesen Sie auf mittelstand DIE MACHER.
  • Humanoide Roboter: Pepper zeigt Gefühle und leistet Menschen angenehme Gesellschaft.