Larry Page investiert in Kitty Hawk Flyer

Larry Page liebäugelt nicht nur mit Roboterwagen, sondern auch mit Flugautos. Um die Entwicklungen auf diesem Gebiet voranzutreiben, unterstützt der Google-Mitgründer das Unternehmen Kitty Hawk finanziell, wie er bestätigt hat. Eine erste Version des Fluggeräts hat das Startup nun der "New York Times" bei einem Testflug in Kalifornien demonstriert, den sogenannten Kitty Hawk Flyer.

Wie ein kleines Wasserflugzeug startet dieser vom Wasser aus. Acht Elektromotoren sorgen dafür, dass das 100 Kilogramm schwere Flugobjekt abhebt und sich über dem Wasser bewegt. In der Mitte des Sonderlings ist Platz für einen Menschen, der das Fun-Gerät ganz ohne Pilotenschein steuern darf.

Dass Larry Page die Entwicklung von Flugautos aus eigener Tasche finanziert, beschäftigte schon im vergangenen Jahr die Öffentlichkeit. Das Magazin "Bloomberg Businessweek" gab im Juni 2016 an, der Google-Mitgründer habe seit 2010 mehr als 100 Millionen Dollar in das Unternehmen Zee.Aero gesteckt, das an kleinen Flugautos arbeite. Nun wurde bekannt, dass Zee.Aero tatsächlich ein Teil von Kitty Hawk ist und gleich an mehreren verschiedenen Protoypen arbeitet. Einer der Projektverantwortlichen ist der Chefentwickler der ersten Google-Roboterautos, der Deutsche Sebastian Thrun.

Immer mehr Unternehmen entwickeln Flugautos

Nicht nur Larry Page verfolgt die Vision von Flugautos, die in der Zukunft Verkehrsprobleme lösen sollen: Der chinesische Hersteller Ehang beispielsweise präsentierte vor über einem Jahr eine Art "Drohnen-Taxi", das sich rund 30 Minuten selbstständig in der Luft bewegen soll. Erst kürzlich stellte außerdem die slowakische Firma AeroMobil ihr fliegendes Auto auf der Automesse "Top Marques" vor. Und der Flugzeugbauer Airbus entwickelt kleine Flugautos, die senkrecht abheben und landen können.