Selbstkühlende Kleidung ein Novum

Mithilfe eines 3D-Druckers konnten Forscher der Universität in Maryland, USA, eine Kleidungsfaser entwickeln, die den Träger kühlt. Und zwar eigenständig, ohne Zuhilfenahme einer externen Kühlquelle. Spezielle Verfahren, die die Herstellung feuchtigkeitsabsorbierender oder UV-Strahlen undurchlässiger Sportkleidung  ermöglichen, existieren schon seit Längerem. Doch Kleidung, die den Sportler kühlt, gab es bisher nicht.

Wie nun in der Studie „Three-Dimensional Printed Thermal Regulation Textiles“ beschrieben, verwendeten die Wissenschaftler das für seine gute Wärmeübertragungsfähigkeit bekannte Material Bornitrid in Kombination mit Polyvinylalkohol. Die daraus entstandene Nanokomposit-Faser kann 3D-gedruckt in verschiedene Stoffarten eingewebt werden. Im Vergleich zu Baumwollstoffen kühlt diese Faser doppelt so effizient.

Kleidung aus dem 3D-Drucker noch in der Entwicklung

Die Textilfaser aus dem 3D-Drucker befindet sich weiterhin im Entwicklungsstadium, ein Prototyp existiert noch nicht. Die Sportartikel-Riesen Nike und Adidas arbeiten hingegen bereits – ebenso wie einige unbekanntere Hersteller – am Einsatz von 3D-Druck für Sportartikel und -kleidung.  Nike hatte schon im vergangenen Jahr den Spikeschuh „Zoom Superfly Flyknit“ vorgestellt, und auch der Adidas-Schuh „Futurecraft 4D“ setzt auf Mittelsohlen aus dem 3D-Drucker.

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