Messe für Landwirtschaft: "Grüne Woche" in Berlin

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Digitalverband Bitkom setzten sich auf der Messe "Grüne Woche" in Berlin für mehr Investitionen in die Digitalisierung der Landwirtschaft ein. Das würde sowohl die Nachhaltigkeit fördern als auch die Leistung der Höfe optimieren. Vor allem die Breitband-Infrastruktur müsse im ländlichen Raum ausgebaut werden.

Digitalisierung sorgt für Nachhaltigkeit und Tierwohl

Hier sei die Versorgung mit schnellem Internet keineswegs überall gewährleistet. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder nutzte die Aufmerksamkeit der Messe "Grüne Woche" und forderte auf einer Podiumsdiskussion Investitionen der öffentlichen Hand:

„Moderne Landwirtschaft ist nur möglich, wenn digitale Technologien besser genutzt werden können. Dazu braucht es zukunftsfähige Infrastruktur auch im ländlichen Raum."

Technologien der Landwirtschaft erfordern hohe Bandbreiten

Denn die digitale Transformation in der Landwirtschaft eröffne ungeahnte Möglichkeiten für noch mehr Ressourcenschutz und Tierwohl und sei auch in Bezug auf den internationalen Vergleich alternativlos. In der Landwirtschaft 4.0 wird von  Melkrobotern in der Milchviehhaltung bis hin zur Präzisionslandwirtschaft auf den Äckern vieles automatisiert vonstattengehen.

Einige dieser Technologien erfordern zwingend hohe Bandbreiten. Die mit Sensorik erfassten riesigen Datenmengen etwa müssten in Echtzeit verarbeitet werden, um direkt genutzt werden zu können.

Die Landwirte stehen einer Digitalisierung ihrer Betriebe offen gegenüber. Das ergab eine repräsentative Bitkom-Umfrage unter 521 Landwirten und Lohnunternehmern. Immerhin 53 Prozent von ihnen nutzen heute schon digitale Lösungen wie eine digitale, tierindividuelle Fütterung oder Robotertechniken, mit denen Ställe gesäubert oder Kühe gemolken werden können.

Die "Grüne Woche" ist am 29. Januar zu Ende gegangen.

Weiterführende Links:

  • Automaten melken Kühe, Drohnen überwachen Felder: Die Landwirtschaft verändert sich dramatisch, Computer übernehmen die Arbeit.
  • Die Digitalisierung fasst immer mehr Fuß im Bauhandwerk. An einigen Stellen hapert es jedoch noch.