Gemeinsam entwickeln die Deutsche Telekom und Inmarsat dazu das European Aviation Network. Die Plattform kombiniert nahtlos die Kommunikation über den neuen Inmarsat S-Band-Satelliten und ein innovatives LTE-Netz, das von der Deutschen Telekom entwickelt und betrieben wird.
Als erste europäische Hub-Airline wird Lufthansa die neuen Zugangsoptionen nutzen. Bereits ab dem kommenden Jahr bietet sie ihren Passagieren auf den europäischen Strecken einen Internetzugang auf Basis einer von Inmarsat entwickelten Satellitenlösung an. Darauf aufbauend wird sich das Unternehmen ab 2017 mit der Durchführung von Testflügen an der Entwicklung des European Aviation Network beteiligen.

"Wir bringen LTE in den Himmel über Europa – als erstes Telekommunikationsunternehmen weltweit."

Timotheus Höttges
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom

"Das entspricht nicht nur unserem Selbstverständnis als führendes Unternehmen der Branche in Europa. Wir folgen damit auch konsequent unserer Strategie, uns mit starken und innovativen Partnern zusammen zu tun", so Höttges weiter.

"Wir werden als Teil des European Aviation Network als erster ein terrestrisches Netz auf LTE-Basis für den europäischen Luftraum aufbauen. Dank LTE- und Satellitentechnologie können Fluggesellschaften ihre Passagiere mit großen Bandbreiten versorgen", sagt Höttges. "Als Technologieführer wollen wir unseren Kunden stets ein überragendes Nutzererlebnis bieten. Und das gilt zukünftig auch über den Wolken. Dazu arbeiten wir weltweit mit den besten Partnern zusammen."

Andy Sukawaty, Chairman von Inmarsat, ergänzt: "Unser integrierter Ansatz schafft nicht nur die Kapazitäten, Flexibilität und Servicequalität, die Kunden erwarten. Er ist auch so ausgelegt, dass wir unser gemeinsames Netzwerk problemlos an die zukünftige Nachfrage anpassen können. Mit der Kombination aus Satellitenkommunikation und landgestütztem LTE-Netz werden Fluggesellschaften ihren Passagieren in Europa zukünftig ein völlig neues Breitbanderlebnis bieten – schneller, besser und stabiler, als es bislang möglich war. Damit bildet das European Aviation Network die ideale Ergänzung zu unserem weltweiten Kommunikationsnetz GX (Ka-Band) und unseren L-Band Services. Fluggesellschaften können nun rund um den Globus auf unsere Kommunikationsdienste für Cockpit und Passagiere zugreifen. Und zwar für jeden Flugzeugtyp."

Die Lufthansa wird sich ab 2017 am Testflugprogramm für das European Aviation Network beteiligen. Die Lufthansa wird sich ab 2017 am Testflugprogramm für das European Aviation Network beteiligen. (© 2015 Lufthansa)

Lufthansa setzt auf innovative Lösungen

Schon heute gehört der Luftraum über Europa zu den verkehrsreichsten der Welt. Sein wirtschaftliches Potenzial ist aber noch längst nicht ausgeschöpft. Als Innovationsführer möchte Lufthansa mit der Nutzung neuer Technologien ihre Angebote und Dienstleistungen für ihre Kunden noch attraktiver gestalten.

"Wir freuen uns, dass wir unseren Gästen auf Kurz- und Mittelstreckenflügen schon ab dem kommenden Jahr schnelles Internet an Bord unserer Kontinental-Flugzeuge bieten können. Damit unterstreichen wir unseren Anspruch als Vorreiter für digitale Bordservices”, so Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa.

"Gemeinsam mit der Deutschen Telekom und Inmarsat denken wir aber jetzt schon an den nächsten Schritt. Wir wollen uns früh in der Entwicklungsphase zukunftsfähiger Technologien einbringen und damit unsere Position als Innovationsführer weiter stärken." Spohr weiter: "Wir arbeiten jeden Tag hart dafür, unseren Gästen ein exzellentes Reiseerlebnis zu bieten. Verlässliche und stabile Internetverbindungen an Bord unserer Flugzeuge in einer Qualität und Geschwindigkeit, wie sie unsere Kunden von zuhause gewohnt sind, werden für unsere Gäste immer wichtiger.”

Ein starkes Duo: LTE und Satellit

Die gemeinsame Konnektivitätsplattform von Deutscher Telekom und Inmarsat orientiert sich am steigenden Bedarf nach Internetverbindungen auf den stark frequentierten Routen Europas. Reichlich Kapazitäten, Geschwindigkeit und Abdeckung machen die Lösung zukunftsfähig. Ziel ist eine Breitbandversorgung an Bord, die der in den heimischen vier Wänden entspricht.

Dafür kombiniert das European Aviation Network – zum ersten Mal in Europa überhaupt – intelligent zwei sich ergänzende Übertragungstechniken: Satelliten-Kommunikation im S-Band einerseits und bodengestützte Komponenten (CGC) andererseits – in diesem Fall ein leistungsstarkes Mobilfunknetz im LTE-Standard.

Der Inmarsat S-Band Satellit deckt dank Mehrstrahltechnologie (multi beam) ganz Europa ab und kann für Fluggesellschaften auf den verkehrsreichen europäischen Routen innovative mobile Satellitenservices (MSS) realisieren. Technisch ermöglicht wird das durch die Frequenzzuweisung des 30MHz (2x15MHz) Spektrums im S-Band in allen 28 Mitgliedsstaaten der EU.

Zudem baut und managt die Deutsche Telekom ein europaweites Mobilfunknetz aus rund 300 LTE-Basisstationen, die eine Reichweite von mehr als 80 Kilometer haben - gegenüber den etwa 10 Kilometern von herkömmlichen LTE Stationen. Das reicht, um Flugzeuge auf ihrer üblichen Reisehöhe – und auch bei hohem Tempo – zu versorgen. Ab einer Flughöhe von rund 3000 Metern werden die Signale der LTE-Bodenstationen von denen des Satelliten ergänzt. Das managt die Hardware an Bord automatisch, ohne dass Interferenzen die Servicequalität an Bord beeinträchtigen.

Weiterführende Links zum Thema

Inmarsat über das European Aviation Network.

PDF-Download: LTE im Flugzeug