E-Paper der Umwelt zuliebe?

Weniger Zeitungen sparen Gewicht. Weniger Gewicht spart Treibstoff. Und das nutzt der Umwelt. Mit dieser Kausalitätskette begründet die Lufthansa das weitgehende Aus für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften an Bord ihrer Flieger.  Sie werden ab dem 21. Januar durch digitale Versionen ersetzt. Printmedien soll es dann nur noch in den unternehmenseigenen Lounges, auf Flügen in der First- und Business Class, sowie an den Flughäfen in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und München geben.

Kostenlose Presse nur nach Download

Wer ein E-Paper lesen will, kann ab drei Tage vor dem Start  mit seinem Buchungscode oder der Ticketnummer sowie seines Namens zwei eJournals seiner Wahl im PDF-Format auf ein elektronisches Gerät herunterladen. Dafür hat die Lufthansa eigens eine Internet-Seite aufgesetzt. Die Nutzung des Lesestoffs ist nach der Landung unbegrenzt erlaubt.

Ticketpreis bestimmt die Menge der Gratis-Bordlektüre

Die Pläne der Fluggesellschaft gehen noch weiter: Ab März 2016 bestimmen die Reiseklasse und der Vielfliegerstatus, wem wieviele Downloads gestattet sind. Wer mehr E-Paper lesen möchte als ihm kostenlos zustehen, der muss für weitere Digital-Zeitungen oder -Zeitschriften zahlen.

Lufthansa spart Millionen Euro ein

Die Fluglinie reagiert damit nach eigenen Worten auf die häufige Nutzung von Smartphones und Tablets. Zudem seien eJournals umweltfreundlicher und nachhaltiger, weil sie weder Papier noch Druckfarbe verbrauchten. Außerdem entstehe kein Aufwand für Transport und Vertrieb. Das soll der Lufthansa laut Insidern, so die "Wirtschaftswoche", mehrere Millionen Euro sparen.

Weiterführende Links:

  • Brauchen wir bald keine Fluglinien mit riesigen Maschinen mehr? Künftig könnten Drohnen mit Autopilot wie die EHang 184 Passagiere individuell befördern. Auch an einem Röhrensystem zum Reisen in Höchstgeschwindigkeit wird gearbeitet: Hyperloop.
  • Unterwegs immer schön alle Quittungen und Belege sammeln – Reisekosten für Unternehmer: Wie Sie richtig abrechnen.