Augmented-Reality-Brillen: Die Realität sinnvoll "erweitern"

Der Autohersteller VW hat in Wolfsburg mit dem Serieneinsatz von Augmented-Reality-Brillen begonnen. Wer die aufsetzt, sieht in seinem Blickfeld wichtige Informationen. Beispiel: Greift ein Arbeiter in der Produktion zum richtigen Teil, so wird dieses grün angezeigt, andernfalls rot. Die Augmented-Reality-Brille erkennt den Gegenstand nämlich an dessem individuellen Barcode. Auch Zusatzinfos wie Teilenummer oder Entnahmeplatz projiziert sie auf ihre Gläser. Die Steuerung der Datenbrille erfolgt via Touch-Bedienung oder Sprachsteuerung. Durch Letzeres hat der Arbeiter beide Hände frei – eine echte Erleichterung.

Momentan montieren 30 Mitarbeiter unter anderem Frontscheiben oder Gelenkwellen mithilfe der Datenbrille, schreibt VW in einer Pressemitteilung.  Weitere Produktionsbereiche sollen folgen.

Datenbrillen bei VW: Schritt für Schritt

Reinhard de Vries, Leiter Werkslogistik Wolfsburg, sieht vor allem Chancen in der digitalen Transformation:

"Die Digitalisierung hält zunehmend Einzug in die Produktion. Mit der Datenbrille heben wir die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Systemen auf ein neues Niveau."

Die Volkswagen-Mitarbeiter setzen die Datenbrillen freiwillig ein. Zudem sollen die Erfahrungen der Angestellten aufgenommen und im Arbeitsalltag berücksichtigt werden.

VW ist nicht das einzige Unternehmen, das auf Augmented Reality setzt. Auch die Beschäftigten von DHL tragen Datenbrillen, um Pakete im Lager schneller zu finden.

Weiterführende Links: 

  • Wearables: Dieses Video zeigt, wie Mitarbeiter mit Datenbrillen produktiver arbeiten.
  • Augmented Reality: So setzen die Unternehmen die Technologie bereits gewinnbringend ein.