Skandinavien beim Breitbandanschluss auf der Überholspur

Der Großteil der deutschen Unternehmen ist auf der Datenautobahn immer noch mit angezogener Handbremse unterwegs. Nach Daten des Statistischen Bundesamts verfügten 2016 nur rund 38 Prozent aller Firmen mit mehr als neun Beschäftigten über einen festen Breitbandanschluss mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Damit liegt Deutschland nur knapp über dem EU-Durchschnitt von 34 Prozent.

Deutlich weiter fortgeschritten ist die Verbreitung von schnellen Internetanschlüssen im hohen Norden: In Dänemark – dem Spitzenreiter in der EU-weiten Statistik – verfügten 2016 bereits knapp zwei Drittel (65 Prozent) aller Unternehmen  über einen Breitbandanschluss. Und auch in Schweden waren es immerhin 59 Prozent. Auch die Niederlande und Belgien ziehen links an Deutschland vorbei. Gut die Hälfte der Firmen haben dort bereits schelle Internetanschlüsse.

Schnelle Internetanschlüsse auch in anderen Ländern noch Mangelware

Doch es geht auch schlechter als hierzulande: Auf Zypern steckt der Breitbandausbau offenbar noch in den Kinderschuhen. Beim EU-Schlusslicht haben nur 15 Prozent der Unternehmen einen schnellen Internetanschluss, in Italien sind es mit 16 Prozent nur unwesentlich mehr. Selbst in Estland, in vielen Bereichen Vorreiter in Sachen Digitalisierung, hapert es beim Breitbandausbau offenbar noch. In dem Baltikstaat, der sich selbst gerne als E-Estland bezeichnet, verfügen nur 18 Prozent der Unternehmen über einen Breitbandanschluss. In Frankreich sind es 23 Prozent.

Breitbandausbau schreitet weiter voran

Doch es gibt Hoffnung, dass deutsche Unternehmen den Anschluss nicht verlieren. Der Breitbandausbau nimmt hierzulande deutlich stärker Fahrt auf als in anderen europäischen Ländern. Zumindest stieg der Anteil der Firmen mit schnellen Internetanschlüssen im vergangenen Jahr um sieben Prozent. Im EU-Schnitt legte er im selben Zeitraum hingegen nur um fünf Prozent zu.

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