Microsoft-Chefin fordert Investitionen

Im weltweiten Vergleich hängt Deutschland bei der Digitalisierung hinterher. Nun hat auch der Softwarehersteller Microsoft mehr Tempo bei der digitalen Transformation gefordert. Sabine Bendiek, Chefin von Microsoft Deutschland, sagte der Nachrichtenagentur dpa: Investitionen und die entsprechende politische Unterstützung seien dringend nötig. Die konkrete politische Unterstützung sei zuletzt ins Stocken geraten. Schon in den kommenden zwei Jahren werde sich zeigen, ob die bisherigen Maßnahmen erfolgreich gewesen sind.

Angela Merkel wird Bendiek vermutlich zustimmen. Schließlich warnte die Kanzlerin vor kurzem davor, dass Deutschland bei der Digitalisierung den Anschluss verlieren könnte.

Mittelstand als Basis für digitales Wirtschaftswunder

Microsoft hofft laut Bendiek vor allem auf den Mittelstand. "3,65 Millionen mittelständische Unternehmen bilden hierzulande die Basis für ein digitales Wirtschaftswunder", sagte die 50-Jährige. Auf der Cebit in Hannover wird Microsoft ab Sonntag neue Produkte für die Digitalisierung vorstellen – und zudem zahlreiche Lösungsansätze aufzeigen.

„Auf der Angebotsseite müssen wir massiv vereinfachen und mit konkreten Beispielen auf die Kunden zugehen."

Doch auch die IT-Industrie müsse ihren Teil zur digitalen Transformation beitragen. Sie müsse den kleinen und mittelständischen Firmen aufzeigen, wie sie durch die Digitalisierung profitieren können. Nur so wird der digitale Wandel erfolgreich vollzogen.