Nanotechnologie: Neue Generation von Solarzellen?

Vielversprechendes für die Umwelttechnik: Die Nanodrähte der Forscherin Anna Fontcuberta sammeln zwölf Mal mehr Licht ein als herkömmliche Solarzellen. Und brauchen dabei 10.000 Mal weniger Material als bisherige Verfahren, wie die School of Engineering berichtet. Kern der Technologie sind kleine Nano-Bäumchen aus Siliziumsubstrat mit einem Durchmesser von 50 bis 300 Nanometern und einer Höhe bis zu 30 Mikrometern. Da sie im Gegensatz zu zweidimensionalen Solarplatten vertikal in die Luft ragen, wandeln sie das Licht besser in elektrische Energie um.

Steigerung der Effizienz

Solarzellen, die momentan auf deutschen Dächern Sonne tanken, erreichen einen Wirkungsgrad von ca. 20 Prozent. Die neuen Solarbäume sollen einen Wirkungsgrad von 33 Prozent besitzen und dabei auch noch sparsamer mit dem teuren Material Galiumarsenid umgehen. Dadurch sollen auch die Solarzellen für den Endverbraucher günstiger werden.

Auch wenn die Nanodrähte aus Effiziensicht bestechen, bleibt noch abzuwarten, ob sich die Technologie auf dem Markt durchsetzt. Denn auch die Lebensdauer sowie die Höhe späterer Entsorgungskosten sind entscheidende Faktoren für den kommerziellen Erfolg.

Wie die Forscherin auf die Idee kam, die Nanodrähte in vertikaler Form zu entwickeln, erklärt sie in diesem Video:

Weiterführende Links:

  • Nanotechnologie: Solarzellen sind auch in der Lage, Wasserstoff zu erzeugen.
  • Energie aus Salzwasser gewinnen? Das funktioniert tatsächlich mit einer galvanischen Zelle.