Nokia-Smartphones, der nächste Versuch

Die Finnen wollen es wieder wissen. Zwar gab es bereits früher Nokia-Smartphones, doch die konnten sich gegen die wachsende Allmacht von Apples iPhone und der Android-Konkurrenz nicht durchsetzen. Dabei war Nokia einst Handy-Weltmarktführer. Ob die Marke sich mit den neuen Geräten wieder an die Spitze setzt, bleibt abzuwarten. Kommen sollen sie jedenfalls 2017.

Das hat jetzt das im Mai 2016 gegründete finnische Unternehmen HMD Global verkündet. Dieses hatte damals die exklusiven Nokia-Namensrechte für eine Dauer von zehn Jahren erworben. Mutmaßlicher Kaufpreis: 350 Millionen Dollar. Für die Produktion der Nokia-Smartphones und Tablets setzt HMD Global auf die Zusammenarbeit mit FIH Mobile, ein Ableger des Foxconn-Konzerns in Taiwan.

Florian Seiche, President von HMD Global, sagt zu dem Neustart:

"Wir glauben, dass die Zeit für eine Erneuerung der mobilen Industrie reif ist. Der Markt ist ausgelaugt und überschwemmt mit austauschbaren Produkten."

Neustart mit Android

Ob daran ausgerechnet der Einsatz des weitverbreiteten Android-Betriebssystems in den Nokia-Smartphones etwas ändert, muss sich noch zeigen. Auf jeden Fall hat HMD Global den Ehrgeiz, zu einem der wichtigsten Player auf dem weltweiten Smartphone-Markt zu werden.

An diesem Ziel war allerdings schon Microsoft gescheitert. Der Software-Gigant hatte 2014 die Handy-Sparte von Nokia gekauft. Die Geräte mit dem Betriebssystem Windows Phone erwiesen sich jedoch als Ladenhüter, der Marktanteil war mithin marginal. Bereits im Juni 2015 war Schluss mit dem hoffnungsvoll gestarteten Projekt. 7.800 Mitarbeiter wurden entlassen.

Weiterführende Links:

  • Auch wenn Android mittlerweile mit Abstand Marktführer ist: Es gibt noch andere mobile Betriebssysteme. Wir stellen die Alternativen vor und zeigen, welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Systeme mit sich bringen.
  • Samsung kündigte seine Top-Geräte Galaxy S7 und S7 edge mit dem Slogan an: „Viel mehr als ein Smartphone“. Ob die Aussage stimmt, und was Businessanwender davon haben, verrät der Praxistest.