Startups mit ambitionierten Zielen

Auf den Straßen ist Elektromobilität schon lange ein Thema, in der Luft könnte es demnächst eines werden: Schon in drei Jahren wollen US-amerikanische Startups zusammen mit etablierten Unternehmen Passagiere mit Hybridfliegern befördern – vorausgesetzt, Forschern der Batterie-Technologie gelingt in absehbarer Zeit ein Durchbruch.

Die von Boeing unterstützte Firma Zunum Aero gab das Ziel aus, bereits ab Anfang der 2020er Jahre kleine teilelektrische Flugzeuge zum Einsatz zu bringen. Diese sollen mehr als 1.000 Kilometer weit fliegen können und sind für den regionalen Flugverkehr gedacht, etwa zwischen San Francisco und Los Angeles. Zehn bis 50 Personen sollen in diesen Maschinen Platz finden. Bis zum Jahr 2030 sollen laut Zunum Aero dank besserer Batterie-Technik schon 1.600 Kilometer möglich sein.

Elektroflugzeuge mindern Lärm und Emissionen

Auch Wright Electric will in der Branche der Elektroflugzeuge mitmischen und in rund zehn Jahren 150 Menschen bis zu 500 Kilometer weit befördern können. Für Kurzstrecken wie London-Paris würde diese Kapazität ausreichen. Die Großunternehmen Boeing und Siemens hätten zudem ähnliche Pläne und treten damit in Konkurrenz zu den Startups, berichtet Technology Review .

Bisher ist die Technologie lediglich so weit fortgeschritten, dass Kleinstflugzeuge mit bis zu vier Sitzplätzen in absehbarer Zeit elektrisch betrieben werden könnten. Bei größeren Maschinen fehlt die Möglichkeit, für die benötigte Energie zu sorgen.

Der Gebrauch von Elektroflugzeugen hätte neben der Reduzierung von Emissionen noch den Effekt der Lärmreduzierung.