Pepper: Faszinierend gefällig

Schon auf den ersten Blick wirkt Pepper sympathisch: Mit fließenden, langsamen Bewegungen rollt der Haushaltsroboter auf den Menschen zu, hebt seinen runden Kopf und strahlt sein Gegenüber mit großen Augen an. 1,20 Meter groß und 28 Kilogramm schwer, wirkt der Roboter friedlich und harmlos. Seine menschenähnliche Statur erinnert an einen Comic-Helden in Miniatur – mit kompakten, aber kräftigen Gliedern. Seine Oberfläche ist, wie es sich für High-Tech-Produkte des 21. Jahrhunderts gehört, aus glänzend weißem Kunststoff.

Herz aus Daten

Keine Frage: Pepper sieht gut aus. Oberflächlichkeit ist im Umgang mit dem Haushaltsroboter jedoch nicht angebracht. Denn der kleine Roboter ist ausgesprochen empfindsam: Freude, Überraschung, Wut, Zweifel und Trauer – Pepper kann Gefühle erkennen und sensibel darauf reagieren. In welcher Stimmung sein Besitzer ist, liest der Hausroboter an der Körpersprache und dem Gesichtsausdruck ab, schließt es aus der Stimmlage oder schlichtweg daraus, was man ihm sagt.

Wie er das macht? Pepper ist sehr aufmerksam, und versucht vom ersten Treffen an, sein Gegenüber kennenzulernen. Die Informationen, die er im Gespräch über seinen Besitzer in Erfahrung bringt, werden in der Cloud gespeichert und sind die Basis seiner künstlichen Intelligenz. Lieblingsfilm, Lieblingsessen, Lieblingssong – mit der Zeit kennt Pepper seinen Menschen in- und auswendig und weiß mit ihm umzugehen. Wie unterhaltsam ein Gespräch mit dem Haushaltsroboter sein kann, sehen Sie in diesem Video ...

Alle lieben Pepper

Freundschaft kann man nicht kaufen – Pepper schon. Der Haushaltsroboter wurde am vergangenen Samstag in Japan eingeführt. Knapp eine Minute hat es gedauert, bis die erste Auflage von 1.000 Stück ausverkauft war. Kostenpunkt:  198.000 Yen (1.410 Euro) plus eine monatliche Gebühr von 24.600 Yen (etwa 175 Euro), die für Mobilfunk und Versicherung anfällt. Die Europäer müssen sich noch gedulden: Hier soll die Markteinführung erst 2016 stattfinden.

Der Haushaltsroboter ist ein Produkt aus dem Hause Aldebaran Robotics, einer Tochter der SoftBank Group. SoftBank-Chef Masayoshi Son plant, das Robotergeschäft auszubauen. In 20 bis 30 Jahren soll es den Großteil des Umsatzes ausmachen, so "pcwelt.de".

Weiterführende Links:

  • Roboter können nicht nur unterhalten, sie können auch darüber hinaus nützlich sein. Lesen Sie bei mDM, wie die Technologie in Kombination mit 3D-Druck in Zukunft im Brückenbau eingesetzt werden soll.
  • Wie arbeitet es sich eigentlich so mit Kollege Roboter? Mehr über das Arbeitsverhältnis zwischen Mensch und Maschine sehen Sie im Video mit Birte Karalus.