Strom aus Straßen für mehr Energieeffizienz

Der Straßenbau sowie die Instandhaltung der Fahrbahnen verursachen horrende Kosten. Doch das in die öffentliche Infrastruktur investierte Geld könnte künftig durch eine positive Energiebilanz wieder reingeholt werden. Straßen, die Strom erzeugen, sind des monetären Problems Lösung. Davon ist die norwegische Stiftung für wissenschaftliche und industrielle Forschung – kurz SINTEF – überzeugt und hat auch bereits ein genaues Ziel vor Augen: Sie plant den Bau der Küstenautobahn E39 im Westen Norwegens, die die einzelnen Fjorde überspannen soll. Die Überfahrt via Fähre wäre dann nicht mehr notwendig.

Es gibt auch schon einige Ideen wie die Energieeffizienz auf dem Pflaster gesteigert werden soll. So stehen beispielsweise Lärmschutzwände oder Sicherheitsbarrieren, die mittels Photovoltaik-Module zur Stromerzeugung genutzt werden können, zur Diskussion. Auch die Brückenstruktur soll zur Energiegewinnung beitragen. Und zwar mit darin integrierten Solarpanels und Windturbinen.

Lokale Ressourcen für mehr Nachhaltigkeit

Das nachhaltige Power Road Projekt will beim Bau der Brücken ganz auf lokale Baustoffe setzen. Auf diese Weise würden lange Transportwege vermieden und der CO2-Ausstoß gesenkt.

Momentan bemüht sich SINTEF gemeinsam mit der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität in Trondheim, Fördergelder für das Projekt zu finden. Die Projektverantwortlichen sind optimistisch, dass die ersten Bauvorhaben ab Frühling 2016 starten.

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