Umweltschutz wird wichtiger für die Industrie

Unter dem Begriff "produzierendes Gewerbe" werden in der Regel die Wirtschaftsbereiche Energie- und Wasserversorgung, produzierendes Handwerk, verarbeitendes Gewerbe und Bergbau gefasst. Laut einer aktuellen Studie des Statistischen Bundesamts haben Unternehmen aus diesen Bereichen im Jahr 2013 rund 7,5 Milliarden Euro in den Umweltschutz gesteckt – also rund 290 Millionen mehr als noch 2012. Das produzierende Gewerbe hat damit einen Anteil von über zehn Prozent an allen getätigten Investitionen. Das größte Volumen entfiel dabei mit 3,1 Milliarden Euro auf Maßnahmen zum Gewässerschutz, gefolgt von 2,6 Milliarden im Bereich Klimaschutz. Hier machten Investitionen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit 1,4 Milliarden den größten Teil aus und stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel an. Ein starkes Plus war auch bei Aufwendungen zur Vermeidung und Verminderung von Treibhausgasen zu verzeichnen.

Produzierendes Gewerbe: Diese Zweige investieren am meisten

Der größte Anteil an den Ausgaben für den Umweltschutz entfällt mit rund zwei Milliarden Euro auf die Abwasserentsorgung, was mit den hohen Kosten im Gewässerschutz korrespondiert. Die Energieversorgung ist die Branche mit den zweithöchsten Investitionen in den Umweltschutz. Zusammen mit der Abfallbehandlung und -beseitigung haben diese Wirtschaftszweige einen Anteil von 61 Prozent an den getätigten Investitionen. Das Baugewerbe wurde in der Studie nicht berücksichtigt.

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