Aus dem 3D-Drucker: Ein Skelett auf Rädern

Der Anblick der Menschmaschine ist gewöhnungsbedürftig. Das Gefährt wirkt nämlich wie ein schwarzer Brustkorb auf einem Dreirad. Nächste Besonderheit: Wer sich damit fortbewegen will, muss sich bäuchlings fast darauf legen. Für den Vorschub sorgt übrigens ein Akkuschrauber. Und – ebenfalls bemerkenswert – die Konstruktion stammt aus einem 3D-Drucker.

Entwickelt haben das mobile Objekt sechs Studierende von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Kern ihres Projekts ist der Antrieb. Denn das Gerät soll im kommenden Jahr ein internationales Akkuschrauber-Rennen gewinnen, das das Institut seit neun Jahren veranstaltet.

Menschmaschine nach Maß

Interessant für professionelle Ingenieure könnte aber ein ganz anderer Aspekt sein. Denn die Maschine aus Hildesheim entstammt komplett einem 3D-Drucker. Und diese Methode ermöglicht Maßanfertigungen. Je nach Körperbau des künftigen Piloten lassen sie individuelle Exemplare herstellen. Das dürfte nicht nur die Entwicklung "normaler" Fahrräder beeinflussen.

Künftige Fluggeräte und heutige Energieprobleme

Und Barbara Kotte, Professorin und Betreuerin der Tüftlertruppe in Hildesheim, hat noch hochfliegendere Visionen. Sie hält in Zukunft auch individualisierte Fluggeräte, zum Beispiel für den Weg zur Arbeit, für möglich. Allerdings, bremst ihr Student Thyll Niebergall den Enthusiasmus der Wissenschaftlerin, hapere es dafür noch an der Leistungsfähig und Ausdauer der Werkzeugakkus. Das gilt auch für die Menschmaschine aus dem 3D-Drucker. Der Saft im Schrauber reicht momentan nur für maximal zwei Kilometer Strecke.

Weiterführende Links: