Ransomware verschlüsselt Unternehmensdaten

Erpresserische Software ist die größte Cyber-Gefahr für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese sogenannte Ransomware birgt höhere Risiken als Viren und Spyware. Das ist das zentrale Ergebnis einer weltweiten Umfrage  des Technologie-Providers Datto unter 2.400 IT-Dienstleistern.

Ransomware wird von Kriminellen eingesetzt, um Unternehmensdaten zu verschlüsseln. Diese werden erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder freigegeben. Die Wirksamkeit solcher Attacken ist so hoch, weil ein durchschnittlicher Angriff das betroffene Unternehmen durch die entstehenden Ausfallzeiten zehnmal so viel kostet (im Schnitt 40.500 Euro) wie das geforderte Lösegeld (im Schnitt 3.700 Euro).

Antivirenprogramme bieten keinen ausreichenden Schutz

Ob die Firmen auf Betriebssysteme von Apple oder Windows zurückgreifen, spielt laut der Studie keine Rolle. Ransomware-Angriffe traten überall auf. Und auch Antivirenprogramme boten keinen Schutz: 85 Prozent der Befragten gaben an, dass Ransomware-Opfer eine solche Lösung installiert hatten.

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Der wirksamste Schutz gegen Ransomware-Attacken seien Business Continuity & Disaster Recovery (BCDR)-Technologien. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sich Kunden mit einer solchen Sicherheitslösung innerhalb von 24 Stunden von einer Attacke erholt hätten.

Zudem sei es wichtig, dass Mitarbeiter von KMU regelmäßiges Training erhalten, um für Ransomware sensibilisiert zu werden.