Herausforderung: Roboter-Kampf als Technologie-Beschleuniger

Die Roboter-Firma MegaBots Inc. hatte Ende Juni den Konkurrenten Suidobashi Heavy Industry aus Japan herausgefordert. Jetzt wurde der Fehdehandschuh aufgenommen: In einer Videoantwort nimmt Kogoro Kurata, Schöpfer des japanischen Stahlriesen Kuratas, selbstsicher an.

″Wir können ein anderes Land nicht einfach gewinnen lassen. Schließlich gehören gigantische Roboter zur japanischen Kultur″, erklärt Kurata im Video.

Beide Firmen bauen große Roboter, die im inneren von einem oder mehreren Piloten gesteuert werden. Künftig wäre etwa eine Anwendung als Gabelstapler-Ersatz beim Be- und Entladen oder bei der Beförderung schweren Geräts in unwegsamem Gelände denkbar.

Vor der Annahme der Herausforderung stellt Kurata aber eine Bedingung. Der US-amerikanische MegaBot Mark II soll sich im direkten Nahkampf mit Kuratas messen. Bisher ist die amerikanische Maschine nur mit einer Paintball-Kanone ausgestattet und damit auf Roboter-Fernkampf eingestellt.

Mittelstand 4.0: Roboter-Kampf als Vorläufer für den Wirtschaftseinsatz

Der Roboter-Kampf zwischen Suidobashi Heavy Industry aus Japan und MegaBots Inc. ist allerdings nicht nur ein Spektakel bei dem Metallriesen miteinander kollidieren werden. Im Ring wird sich zeigen, welche Kniffe der Ingenieure unter härtesten Bedingungen funktionstüchtig bleiben.

Vor allem weil die beiden Roboter nicht völlig automatisiert sind, sondern durch Piloten bedient werden, sind sie als Technologieträger interessant. Gui Cavalcanti, Mitgründer von MegaBots Inc., ordnet in einem Interview mit der Webseite ″Mashable″ zum Beispiel die Fähigkeiten seines Roboters ganz konkret ein:

″Der Roboter übersetzt die eigenen Bewegungen, also eine Stufe besser als eine Planierraupe.″

Das Original-Video der Herausforderung finden Sie übrigens auf der offiziellen YouTube-Seite des Unternehmens MegaBots Inc.

Wann die Metallspäne im Roboter-Kampf fliegen werden, ist noch nicht abschließend geklärt.

Weiterführung Links

  • Eine neue Förderinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) will künftig fünf Kompetenzzentren für den Mittelstand einrichten. Auf dem Programm stehen Digitalisierung und innovativen Arbeitsprozessen – also auch mit dem Einsatz von Robotern.
  • Trotz anders lautender Klischees: Roboter werden in naher Zukunft noch nicht die Arbeitsplätze in der Industrie ersetzen, berichtet das "Manager Magazin".