Freie Fahrt: Stirbt der Stau aus?

Bis zum Jahr 2035 soll das englische Leeds die erste selbstreparierende Stadt der Welt werden. Wie das gehen soll? Forscher an der dortigen Universität wollen Roboter für die Wartung und Instandhaltung entwickeln.

Das Projekt kostet 4,2 Millionen Pfund beziehungsweise rund 5,9 Millionen Euro. Und die Forscher haben mit der Summe einiges vor, wie Philip Purnell, Professor an der University of Leeds, auf der Projektseite versichert:

"Wir wollen Leeds zur ersten Stadt in der Welt machen, in der es keine Störungen durch Straßenarbeiten gibt."

Baustellen und Reparaturen: Was die Roboter alles können

Laut den Wissenschaftlern wird es drei unterschiedliche Arten von Robotern geben:

  • Sitzen und reparieren. Roboterdrohnen, die wie Vögel auf erhöhten Strukturen 'nisten' und beispielsweise Straßenlaternen reparieren.
  • Erkennen und flicken. Diese Maschinen identifizieren Schlaglöcher und bessern sie aus.
  • Auslösen und vergessen. Einmal eingeschaltet und in das Kanalisationssystem eingeschleust, kümmern sich diese Roboter automatisch um die Wartung der Rohre – ohne menschliche Befehle von außen.

In Zukunft könnten immer mehr Baustellen von Robotern bevölkert sein. In Tokio kommen bereits jetzt bei den Vorbereitungen auf die olympischen Spiele 2020 automatische Planierraupen zum Einsatz.

Weiterführende Links:

  • Roboter und Drohnen: Immer mehr Bereiche sollen künftig automatisiert werden, berichtet die "WirtschaftsWoche".
  • Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, jeder zweite Beruf sei hochgradig von Robotern gefährdet.