Roboter mit Skelett und Nervenbahnen

Wissenschaftler der Universität Tokio haben zwei Roboter entwickelt, die in ihren Bewegungen kaum noch von einem Menschen unterscheiden. Sie besitzen ein menschenähnliches Skelett, Kabelstränge statt Nervenbahnen  und 100 Motoren als Muskeln.

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Dadurch sind die humanoiden Roboter sogar in der Lage, Fitnessübungen wie Sit-ups, Liegestütze oder Klimmzüge zu absolvieren. Bei zu hoher Anstrengung beginnen sie zu zittern, und schwitzen können die Roboter auch. Denn die vielen Motoren müssen mit  Wasser gekühlt werden, und bei extremer Belastung wird die Flüssigkeit für einen noch stärkeren Kühlungseffekt aus den Leitungen abgesondert. Dieses Prinzip kommt dem menschlichen Schweiß sehr nahe.

Roboter orientieren sich an einem 13-jährigen Jungen

Die Wissenschaftler haben die beiden leicht unterschiedlichen Prototypen namens Kenshiro und Kengoro einem 13-jährigen Jungen nachempfunden. Jeder Roboter wiegt knapp 60 Kilo. Das Verhältnis zwischen Fußlänge und Schulterhöhe wurde nach dem exakten Vorbild des Menschen konstruiert.

Der Hintergrund dieser Entwicklung: Die Forscher wollen Erkenntnisse über die Funktionsweise des menschlichen Körpers gewinnen. Später könnten diese humanoiden Roboter auch als lebensnahe Crashtest-Dummys oder Rettungskräfte eingesetzt werden.