Hubo macht das Rennen

Der Sieger der DARPA Robotics Challenge 2015 heißt Hubo: 44,28 Minuten hat der humanoide Roboter gebraucht, um einen Hindernisparcours mit neun Stationen zu überwinden. Bevor Hubo aufs Treppchen steigen durfte, musste er ein Nutzfahrzeug fahren, aussteigen, eine Tür öffnen, ein Ventil zudrehen, sich durch eine Mauer schneiden, einen Hebel ziehen, einen Stecker umstöpseln und sich den Weg durch Schutt bahnen, berichtet der "Spiegel".

Roboter im Katastropheneinsatz

Die DARPA Robotics Challenge wird von der Forschungsbehörde des Verteidigungsministeriums der USA (Defense Advanced Research Projects Agency/DARPA) ausgerichtet. Der Wettbewerb wurde 2013 ins Leben gerufen, unter dem Eindruck von Fukushima. Experten vermuten: Die Reaktorkatastrophe wäre zu vermeiden gewesen, hätte jemand bestimmte Ventile im Inneren des Reaktors aufgedreht. Eine Aufgabe, die Menschen aufgrund der Strahlung das Leben gekostet hätte. Robotern nicht. Sie hätten das Schlimmste verhindern können.

Mit dem Wettbewerb fördert die DARPA die Entwicklung humanoider Roboter für Katastrophenfälle. Auf dem Hindernisparcours mussten die 25 Kandidaten ein ganzes Set an Fähigkeiten unter Beweis stellen. Getestet wurden ...

  • Sehvermögen,
  • Geschicklichkeit,
  • Entscheidungsfähigkeit,
  • Kraft,
  • Fahrvermögen,
  • Mobilität zu Fuß und
  • Einsatzbereitschaft bei eingeschränkter Verbindung und Stromversorgung.

Durchgesetzt hat sich Hubo. Der 1,80 Meter große und 80 Kilogramm schwere Roboter hat das Team KAIST nicht enttäuscht: Die Erfinder aus Südkorea dürfen zwei Millionen Euro mit nach Hause nehmen. Wie hart Hubo und sein Team für den Sieg trainiert haben, sehen Sie hier:

Perspektiven für die Wirtschaft

Humanoide Roboter werden auch in der Privatwirtschaft zunehmend eingesetzt. Zum Beispiel in der Gesundheitsbranche. So hat das  Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) 2014 den Care-O-bot entwickelt – einen Roboter, der Essen und Getränke servieren, Medikamente verabreichen, Blumen gießen und das Radio einschalten kann, berichtet "Planet Wissen". Auch in Japan, wo die Alterung der Bevölkerung weiter zunimmt, wird intensiv an Pflegerobotern geforscht. Robear, die neueste Erfindung aus Fernost, kann sogar Patienten heben und soll so seine menschlichen Kollegen entlasten, so die "Deutschen Wirtschaftsnachrichten".

Weiterführende Links:

  • Nicht nur im Notfall, auch bei der täglichen Arbeit können Roboter helfen. Sehen Sie hier, wie sich die Zusammenarbeit mit Kollege Roboter gestaltet.
  • Welche Rolle Industrie-Roboter in der Smart Factory spielen lesen Sie bei mDM.