Angst vor Unfällen und Hackerangriffen

Immer mehr Unternehmen arbeiten an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos – doch die Deutschen blicken aufgrund der Furcht vor Unfällen und Kontrollverlust noch skeptisch auf diese digitale Innovation. Das ergab eine repräsentative Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Demnach stehen zwei Drittel der Befragten dem autonomen Fahren grundsätzlich misstrauisch gegenüber. Allerdings ist etwa jeder Vierte begeistert von der Technologie.

Neben der Angst vor Unfällen (84 Prozent) und vor Kontrollverlust (83 Prozent) spielt auch die Sorge vor Hackerangriffen (74 Prozent), die das Auto manipulieren könnten, eine Rolle für die Skeptiker. Dabei soll das computergesteuerte Auto eigentlich Unfällen vorbeugen, da es im Gegensatz zum Autofahrer nie ermüdet und immer aufmerksam ist.

Selbstfahrende Autos für lange Fahrten interessant

Sollte sich die Entwicklung durchsetzen, würden die Befragten die Technologie am ehesten für Autobahn- und Nachtfahrten nutzen. Für die tägliche Strecke zur Arbeit wäre die Möglichkeit des autonomen Fahrens nur für 44 Prozent interessant. Für Bertelsmann-Vorstandsmitglied Brigitte Mohn ist die Belastung des Fahrers das wesentliche Argument:

"Je stressiger die Situation, um von A nach B zu kommen, desto offener sind die Menschen für digitalen Fortschritt im Straßenverkehr.“

Dazu passt auch das Ergebnis der Studie, dass Menschen, die viel im Auto sitzen, offener für neue Technologien sind als Gelegenheitsfahrer. Mobilitätsforschern zufolge werden selbstfahrende Autos, Busse oder Bahnen in zehn bis zwanzig Jahren Realität sein.