Roboter als galante Kellner und meisterhafte Köche

Im Restaurant der Zukunft sind Roboter, wohin das Auge reicht: hinter dem Tresen als Barkeeper, auf der Fläche als zuvorkommende Kellner und in der Küche als maschinelle Meisterköche. Dass diese Vorstellung in nicht so weiter Ferne liegt, zeigt momentan das von der Universität Bremen initiierte Projekt RoboHow. In zwei Videos können sich Interessierte einen ersten Eindruck über die Fortschritte des Projekts machen.

Darin zu sehen: Roboter Willow Garage PR2 wie er mit mechanischer Perfektion einen Pfannkuchen wendet. Darüber hinaus kann er Pizza zubereiten. Roboter Rosie wurde darauf programmiert, Sandwiches und Popcorn zu machen. Als Grundlage für die Instruktionen dienten übrigens die ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen der Webseite WikiHow.

Das ist aber noch längst nicht alles: Im zweiten Video kann man die perfekten Manieren des humanoiden Roboters Romeo bestaunen. Er wurde darauf trainiert, Gäste zu begrüßen, Bestellungen aufzunehmen und diese an seine Roboterkollegen weiterzugeben. Die Besonderheit: Selbst auf Fehlbestellungen kann er angemessen reagieren.

RoboHow hat mit seiner mechanischen Restaurantcrew bereits Eindrucksvolles erreicht. Noch ist das Projekt allerdings nicht beendet. Der nächste Schritt wird sein, die beiden mechanischen Köche so zu konstruieren, dass sie den verbalen Auftrag eines anderen Roboters realisieren.

Robotergeführte Restaurants – Chancen und Gefahren für die Zukunft

Die Fähigkeit der Roboter auf gesprochene Befehle zu reagieren, ist natürlich nicht nur im Restaurant hilfreich. Für Menschen mit körperlicher Behinderung etwa könnten sie eine Haushaltshilfe sein. Aber auch außerhalb des Zuhauses wären sie künftig eine Bereicherung oder Erleichterung für das Berufsleben. Ob als Putzkraft, für Wartungsarbeiten oder Lieferdienste – die blechernen Angestellten bieten für jedwede Servicejobs an; sogar in Positionen mit Menschenkontakt wie zum Beispiel in Museen, Geschäften oder eben in Restaurants.

Wie sie dabei auf ihre Kunden wirken, ist derzeit noch offen. Auf jeden Fall werden Roboter nicht krank, brauchen keinen Urlaub oder gründen keinen Betriebsrat. Das macht sie zu genügsamen und günstigen Malochern. Wie sich das langfristig auf den Arbeitsmarkt für Menschen auswirkt, muss sich noch erweisen …

Weiterführende Links:

  • Ein Roboter, der die Achternbahn (fast) nach Hause holt: der Seilroboter.
  • Nicht nur RoboHow entwickelt clevere Roboter: Dieser Haushaltsroboter macht's mit Gefühl.