Skype-Translator: Ein Sprachgenie?

Der Skype-Translator ist eine feine Sache. Er übersetzt simultan Video- oder Audioübertragungen im Internet zwischen fremdsprachigen Partnern. Und das simultan, also praktisch in Echtzeit. Eine Beta-Version des Kommunikationsprogramms beherrscht laut Skype Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Mandarin.

Klar, es ist eine Vorabversion, und da muss man immer mit Problemen rechnen. Doch in Mandarin, der offiziellen  Sprache in China, hat sich der digitale Übersetzer jetzt einen peinlichen Aussetzer geleistet.

Beleidigung auf Mandarin

Davon berichtet der Fotograf Tom Carter auf Global Times. Er war in dem asiatischen Land unterwegs und hat dabei ausgiebig vom Skype Translator Gebrauch gemacht. Heikel wurde es, als das Programm aus Carters freundlichem Satz "It's nice to talk to you" ("Es ist schön, mit Ihnen zu sprechen.") die Beleidigung "It's f*cking nice to f*ck you" gemacht hat. Eine Übersetzung sparen wir uns mal. Und das sei nur ein Beispiel von mehreren.

Schuld ist die Great Firewall

Wie konnte es zu diesen verbalen Fehltritten kommen? Neben einem simplen Programmfehler, hält Carter auch eine andere Ursache für möglich: die Great Firewall. Chinas staatliche, zensierende Suchmaschine störe permanent den Skype-Translator, so der Fotograf. Wichtige Elemente und Dienste des Programms seien so unter Umständen auf der Stecke geblieben. Die Probleme sollen mittlerweile gelöst sein.

Besonders pikant: Die Sprach-Fehler passierte Tom Carter ausgerechnet bei Aufnahmen für einen Skype-Translator-Werbespot. In der fertigen Version ist von den Beleidigungen natürlich nichts zu sehen und zu hören. Sehen Sie selbst:

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