Datenschutz hemmt Digitalisierung

Wenn Deutschland auf seinem derzeitigen digitalen Weg bleibt, dann wird es der weltweiten Entwicklung auf diesem Gebiet hinterherhinken. Das prophezeit der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Schuld daran sei unter anderem, dass jedes Bundesland sein eigenes Datenschutzrecht habe. Dies sei hinderlich für das Fortschreiten der digitalen Transformation, so der Politiker.

Wie wichtig die Digitalisierung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist, wurde unter Strobls Leitung im Papier "Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit" erarbeitet. Dabei handelt es sich um einen der vier Leitanträge, der dem nur noch heute stattfindenden Bundesparteitag vorgelegt wird.

Flächendeckende Versorgung

Aus dem Antrag geht hervor, dass die CDU bis 2018 die flächendeckende Breitbandversorgung mit Geschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde erreichen will. Dabei komme es weniger auf die Schnelligkeit des Internets an. Bedeutend sei an erster Stelle, dass die Digitalisierung flächendeckend greife.

Die Bundesregierung müsse zudem als digitales Vorbild dienen, so Strobl weiter. Konkret heißt das beispielsweise, dass Papierberge in Behörden gegen elektronische Akten ausgetauscht und digitale staatliche Dienstleistungen angeboten werden sollen: "Im kommenden Jahr soll es im Bundeskabinett die ersten papierlosen Sitzungen geben."

Weiterführende Links:

  • Auch wenn Strobl vor zu viel Datenschutz warnt – ohne geht's natürlich auch nicht. Lesen Sie hier, worauf Unternehmen dabei achten sollten.
  • Anschub vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Dieses will den Mittelstand mithilfe einer neuen Förderung fit für die digitale Transformation machen.