Deutscher Volvo-Manager wird Polestar-Chef

Volvo steigt in den Markt für Elektroautos ein. Unter der Marke Polestar wollen die Schweden ein emissionsfreies Fahrzeug entwickeln. Chef des Projekts wird Thomas Ingenlath. Damit hat der Deutsche einen Zweitjob, da er weiterhin Design-Chef bei Volvo bleibt.

Auch Polestar ist kein unbekannter Name. Das Unternehmen ist seit 1996 der Rennsportpartner der Skandinavier und versorgt deren normale Modelle mit exklusiven Tuning-Paketen. Künftig soll Polestar in der Volvo Car Group zur eigenständigen Marke für E-Mobile werden. Einzelheiten zu den Elektroautos gibt es noch nicht. Aber soviel verrät Volvo-CEO Håkan Samuelsson bereits:

"Polestar wird ein echter Konkurrent auf dem aufstrebenden Weltmarkt für elektrifizierte Hochleistungsfahrzeuge sein."

Klare Ansage an Tesla

Und er fügt hinzu: „Mit Polestar können wir den weltweit anspruchsvollsten, fortschrittlichsten Fahrern in allen Marktsegmenten Elektroautos anbieten.“ Das klingt nach einer Kampfansage an Tesla. Der US-Spezialist für hochwertige und leistungsstarke E-Mobile gilt als größter Player auf diesem anspruchsvollen Markt und will offenbar ein eigenes Werk in China bauen.

Dorthin hat auch Volvo intensive Kontakte. So gehört der Autobauer seit 2010 der chinesischen Geely-Gruppe. Und wie der Branchendienst Gasgoo berichtet, arbeitet die chinesische Konzernmutter an zwei Plattformen für Elektroautos. Die Schweden selbst wollen 2019 ein eigenes Modell anbieten. Was Polestar konkret plant, will die neue Marke im Herbst verkünden.