Weniger als die Hälfte aller Menschen nutzt das Internet

Die G20 Digitalminister haben bei ihrem ersten Treffen in Düsseldorf einen gemeinsamen Fahrplan für digitale Leitlinien entwickelt. Insgesamt elf Handlungsfelder und Ziele zur Digitalisierung wurden formuliert. Im Mittelpunkt stand die Forderung, der gesamten Weltbevölkerung bis zum Jahr 2025 den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Dies soll durch staatliche Förderung, aber auch durch private Investitionen realisiert werden. Bisher können mehr als die Hälfte aller Menschen nicht oder nur unregelmäßig auf das World Wide Web zugreifen: Ende 2016 nutzten 3,5 Milliarden Menschen und damit 47 Prozent der Menschen weltweit das Internet.

G20-Digitalminister wollen Standards festlegen

Weitere wichtige Ziele der Vereinbarung sind inklusives Wachstum und mehr Beschäftigung durch digitalen Handel sowie die Verständigung zur Festlegung gemeinsamer und offener internationaler technischer Standards, um Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen über die Landesgrenzen hinweg möglich zu machen. Auch das Bekenntnis zu lebenslanger digitaler Bildung und das Ziel, den Gender Gap bei der Digitalisierung zu überwinden, wurden bei der Konferenz festgelegt.

Deutschland wurde auf dem Treffen von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) vertreten. Sie sprach von einem großen Erfolg der Veranstaltung:

"Von dieser G20-Digitalministerkonferenz geht das Signal aus, dass wir die digitale Revolution zum Nutzen Aller gemeinsam gestalten wollen."