Umfrageergebnis: Maschinen übernehmen über kurz oder lang mehr Aufgaben

Selbstfahrende Autos, automatisierte Chat-Dienste und Sprachassistenten in Smartphones – diese Technologien sind längst Wirklichkeit. Wie sieht dann erst die Zukunft aus? 35 Prozent der Internetnutzer in Deutschland gehen davon aus, dass bis 2030 Maschinen mehr Aufgaben ausführen werden als Menschen. Das ergab eine Statista-Befragung von insgesamt 1.000 Internetnutzern zwischen 18 und 60 in Deutschland, die im Auftrag der Medien- und Digitalinitiative nextMedia.Hamburg durchgeführt wurde.

Zehn Prozent erwarten den radikalen digitalen Umbruch sogar bereits bis 2020. 24 Prozent der Internetnutzer sind der Meinung, dass die weitreichende Roboterisierung der verschiedenen Aufgabenbereiche erst bis 2040 umgesetzt wird. Nur acht Prozent glauben nicht an eine Ausuferung der maschinellen Einsätze, wie man sie aus Science-Fiction-Filmen kennt.

Skepsis gegenüber technologischem Fortschritt bleibt

Die Zunahme der maschinellen Arbeitskräfte stößt in der Bevölkerung vielfach auf Skepsis.

  • 29 Prozent sehen die Entwicklungen negativ
  • 58 Prozent sind sich noch nicht sicher, welche Rollen Roboter in der Zukunft übernehmen werden. Sie sehen sowohl Chancen als auch Risiken.
  • 11 Prozent befürworten die digitale Transformation und die damit einhergehenden Veränderungen.

Auffällig dabei: Insbesondere unter den jüngeren Befragten (18- bis 29-Jährige) finden sich mehr Befürworter – insgesamt 16 Prozent. Bei den 50- bis 60-Jährigen sind es nur sechs Prozent.

Und welche Technologien werden in den kommenden Jahren das Leben der Nutzer besonders beeinflussen?

  • 36 Prozent der Befragten nehmen an, dass die Bedeutung von Wearables zunehmen wird
  • 34 Prozent gehen von einer Zunahme vernetzter Gegenstände, Stichwort "Internet of Things", aus
  • 33 Prozent nennen selbstfahrende Autos
  • 25 Prozent sehen Veränderungen durch die zunehmende automatisierte Kommunikation auf sich zukommen
  • 23 Prozent glauben wiederum, dass keine der Entwicklungen Einfluss auf ihr eigenes Leben nehmen wird

Digitalexpertin May-Lena Bork von der Standortinitiative nextMedia.Hamburg erklärt, dass Skepsis gegenüber den digitalen Veränderungen "nichts Ungewöhnliches" sei, wie das B2B-Portal "Marconomy" berichtet.

"Die Digitalwirtschaft ist aber gut beraten, die Technologien einzuordnen und über Wirkungsweisen aufzuklären, um möglichst alle User dafür zu gewinnen."

Weiterführende Links:

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