Digitalisierung im Baugewerbe schreitet voran

Eine aktuelle Umfrage des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT) zeigt, dass die Digitalisierung in vielen Handwerksbetrieben längst zum Alltag gehört: Gut 60 Prozent der befragten 1.500 Betriebe in Baden-Württemberg haben demnach Schritte zur Digitalisierung eingeleitet. Dabei betrachtet mit 47 Prozent der größte Teil die Digitalisierung im Baugewerbe als Chance, 42 Prozent stehen der Entwicklung neutral gegenüber und nur knapp acht Prozent fühlen sich dadurch bedroht.

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Besonderes Gewicht legen die Befragten auf die Verbesserung von Geschäftsprozessen: 36 Prozent setzen bereits Softwareprogramme für Planung und Verwaltung ein. In Produktion und Technologie nutzen 19 Prozent innovative Maßnahmen und mit neuen digitalen Geschäftsmodellen beschäftigen sich demnach zwölf Prozent. Die meisten Betriebe gehen dabei Schritt für Schritt vor – immerhin knapp die Hälfte möchte die Digitalisierung in den nächsten zwölf Monaten weiter ausbauen.

Fachkräftemangel erweist sich als Bremse

48 Prozent der befragten Betriebe gaben an, ihnen fehlten durch den herrschenden Fachkräftemangel die personellen und zeitlichen Ressourcen, um die Digitalisierung voranzutreiben. Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold kommentiert, dass sich ohne neues Personal und bei voller Auslastung der Belegschaft nur schwer neue und innovative Projekte umsetzen lassen.

Gerade Betriebe im Ausbaugewerbe hoffen darüber hinaus auf einen schnellen Ausbau von Breitbandanschlüssen, weil gerade sie oft große Datenmengen versenden.