Öko-Siegel soll mehr Informationen über Elektrogeräte liefern

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert in ihrem Umweltprogramm 2030 ein Öko-Siegel für Elektrogeräte. Verbraucher sollen über die für das konkrete Produkt verbrauchten Ressourcen informiert werden. Die Kosten für Umwelt und Gesellschaft sollen auf dem zusätzlichen Preisschild erkennbar sein. Hendricks erklärte bei der Vorstellung des Programms:

"Wir müssen es Verbrauchern erleichtern, eine nachhaltige Kaufentscheidung zu treffen."

Auch für Lebensmittel sei ein solches Siegel denkbar. Hendricks möchte mit ihrem Umweltprogramm aber auch die Nutzungsdauer von Elektrogeräten erhöhen. Dafür sei es zum Beispiel möglich, eine Mindestlebensdauer festzusetzen und Vorgaben zu Aufrüstbarkeit und Reparaturfähigkeit zu machen.

Umweltprogramm beinhaltet auch ökologische Steuerreform

Hendricks kritisierte außerdem, dass umweltbezogene Steuern einen immer geringeren Teil der Staatseinnahmen ausmachen. Das möchte sie ändern und hält zum Beispiel eine Abgabe auf Pflanzenschutzmittel für denkbar. Die Umweltministerin wünscht sich, dass Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung des UN-Klimaabkommens einnimmt. Deshalb habe sie auch bewusst Vorschläge formuliert, die zum Teil außerhalb der Zuständigkeit ihres Ministeriums liegen. Für den ökologischen Wandel brauche es eine Allianz von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Weiterführende Links:

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