Boom der Gesundheits-Apps

45 Prozent der Smartphone-Besitzer nutzen Gesundheits-Apps und ebenso viele können sich vorstellen, das eines Tages zu tun. Dieses Ergebnis liefert eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Demnach sind besonders Anwendungen beliebt, die Körper- und Fitnessdaten sammeln, wie zum Beispiel Herzfrequenz, Blutdruck oder gegangene Schritte. 27 Prozent der Smartphone-Nutzer haben solche Programme bereits im Einsatz, für weitere 26 Prozent ist das zumindest denkbar.

Ein Fünftel (20 Prozent) verwendet Apps, die sie über  Gesundheits-, Fitness-, Gewichts- oder Ernährungsthemen lediglich informieren. Für 29 Prozent ist das in Zukunft eine Option. Weniger interessant sind hingegen Applikationen, die ...

  • ... anhand der aufgezeichneten Daten Motivations- oder Verhaltensratschläge geben (nutzen 11 Prozent/vorstellbar für 18 Prozent).
  • ... an die Einnahme von Medikamenten erinnern (2 Prozent/23 Prozent).

Eigenes Wohlbefinden steigern

Wer die Apps verwendet, möchte damit meistens die eigene Gesundheit fördern. Für 74 Prozent ist dieser Grund ausschlaggebend. Gut die Hälfte, nämlich 51 Prozent, erfreuen sich schlicht daran, regelmäßig die eigenen Körper- und Fitnessdaten zu prüfen. Weitere Triebfedern sind:

  • mehr Informationen über den Gesundheitszustand erfahren (48 Prozent)
  • Training optimieren (42 Prozent)
  • sich mehr bewegen (39 Prozent)
  • sich gesünder ernähren (26 Prozent)
  • Heilungsprozesse unterstützen (17 Prozent)

Ungutes Gefühl beim Datenschutz

Allerdings meidet ein Viertel der Nichtnutzer (20 Prozent) Gesundheits-Apps aus Angst, dass die Daten in die Hände von Unbefugten geraten könnten. Daher fordert der Digitalverband höchste Standards für Software und Hardware hinsichtlich Datenschutz und technischer Sicherheit. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sagt:

"Die Speicherung und Auswertung der Daten für den Nutzer sollte so transparent wie möglich erfolgen und Daten nur nach Einwilligung an Dritte weitergegeben werden."

Vorgenommen hat die Umfrage Bitkom Research unter 1.003 Personen ab 14 Jahren. Davon waren 798 Internetnutzer und 698 Smartphone-Nutzer.