BND: Deutschland im Visier von Spionen

Digitale Wirtschaftsspionage ist für den deutschen Mittelstand eine ernste Bedrohung. BND-Präsident Gerhard Schindler warnte in Berlin auf dem Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung":

"Deutschland ist für das Abschöpfen von Wirtschafts- und Unternehmensinformationen ein Hochwertziel."

Rund 1300 kleinere Firmen seien auf bestimmten, speziellen Gebieten Weltmarktführer. Das wecke Begehrlichkeiten: Konkurrenten wollten sensible Daten erlangen, um Plagiate anzufertigen oder den Technologievorsprung deutscher Firmen mit ähnlichen Produkten zunichte zu machen. Seien die Daten erst mal ausgespäht, so würden sie weltweit gehandelt. Fatal:  Laut Schindler fließen in den meisten Fällen Informationen von Unternehmen unbemerkt über Jahre ab.

Besondere Gefahr gehe bei der Spionage von staatlichen Akteuren aus. Der Bundesnachrichtendienst könne in vielen Fällen durch Fernmeldeaufklärung im Ausland geplante Angriffe vereiteln.

Wirtschaftsspionage: Tipps für wirksamen Schutz

Mittelständer sind nicht machtlos gegen ausländische Schnüffler. Um Geschäftsgeheimnisse zu schützen, sollten Unternehmen folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Digitale sowie analoge Schutzwälle errichten.
  • Mitarbeiter sensibilisieren und zur IT-Sicherheit schulen.
  • Besonders schützenswerte Informationen identifizieren und – falls nötig – Netzbereiche voneinander abkoppeln.
  • Daten möglichst auf deutschen Servern abspeichern.

Weitere hilfreiche Tipps haben wir in unserem Ratgeber zur Industriespionage gesammelt.

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