Workflow ins Privatleben integrieren: Für jeden Zweiten normal

Wenn es um das Thema Work-Life-Balance geht, sind sich nahezu alle Berufstätigen einig: Sie muss ausgeglichen sein. Dennoch nimmt jeder zweite Arbeitnehmer sein Berufsleben mit zu Freunden, indem er während der Zusammenkunft sein Smartphone für Berufliches nutzt. Laut Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder bringt diese Entwicklung Vorteile mit sich:

"Die Digitalisierung führt dazu, dass das Berufsleben flexibler wird. Während man früher wenig produktiv auf eine wichtige Nachricht im Büro warten musste, nimmt man heute mit dem Smartphone sein Büro einfach mit."

Arbeitnehmer können also ihren Workflow optimieren, indem sie ihr Berufsleben dank Smartphone flexibler gestalten. Von den 575 Berufstätigen, die bezüglich ihrer berufstätigen Smartphone-Nutzung bei privaten Treffen befragt wurde, gaben 28 Prozent an, das Gerät ab und zu für dienstliche Zwecke zu nutzen. Für 20 Prozent ist es sogar gang und gäbe, das Smartphone beim Klatsch mit Freunden oder Familie für Berufliches zu nutzen.

Je oller, desto doller

Das Alter des berufstätigen Smartphone-Besitzers spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle: Während bei den Beschäftigten bis 29 Jahren 35 Prozent im Beisein ihrer Freunde eine Nachricht an den Kollegen schicken, sind es bei den über 50-Jährigen bereits 61 Prozent.

Smartphone-Nutzung bei privaten Treffen: Nicht jedem gefällt's

Workflow schön und gut, doch nicht jeder ist begeistert über das Verhalten der berufstätigen Smartphone-Besitzer. Laut Umfrage empfinden es 76 Prozent als unhöflich, wenn jemand während privater Treffen das Smartphone hervorholt, um damit Berufliches zu erledigen. Nur für jeden vierten Befragten gehört dieses Verhalten zum Alltag. Insbesondere ältere Menschen ab 65 Jahren fühlen sich von der Smartphone-Nutzung in den beschriebenen Fällen gestört. Lediglich zwölf Prozent haben damit kein Problem.

Privater Gebrauch von Smartphones bei der Arbeit

Aber auch der umgekehrte Fall ist nicht ungewöhnlich: Vier von zehn berufstätigen Smartphone-Besitzern erledigen während der Arbeitszeit private Angelegenheiten – beispielsweise um WhatsApp Nachrichten zu lesen oder Sportergebnisse zu checken. Die Herausforderung besteht nun darin, dass die "neue Flexibilität weder zu Lasten der Beschäftigten noch zu Lasten der Unternehmen geht", sagt Rohleder.

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