42 Milliarden Spam-Mails im Jahr 2016

Im vergangenen Jahr haben WEB.DE und GMX insgesamt etwa 42 Milliarden Spam-Mail identifiziert. Das bedeutet ein Plus von 10,4 Prozent gegenüber 2015, als es noch 38 Milliarden unerwünschte Nachrichten waren. Der tägliche Durchschnitt ist damit von 105 auf 117 Millionen Spam-Mails gestiegen. Die Dunkelziffer liegt laut den Sicherheitsexperten aber noch höher: Viele Mails erreichen die Systeme der E-Mail-Anbieter gar nicht erst, weil die IP-Adressen der Absender auf einer Blacklist stehen. Sebastian Koye, Leiter E-Mail-Sicherheit bei WEB.DE und GMX, erklärt:

„Gelangt trotzdem eine Spam-Mail auf unsere Server, wird sie genau untersucht. Erkennen wir sie anhand verschiedener Kriterien als Spam, landet sie natürlich im Spam-Ordner."

Betrügerische Mails werden professioneller

Doch es steigt nicht nur das Volumen der Spam-Mails, die Experten bemerken auch Veränderungen im Charakter der Nachrichten: Sie werden immer raffinierter und professioneller und sind dadurch schwerer zu erkennen. Mittlerweile sind viele Nachrichten kaum noch von einer tatsächlichen Rechnung oder einem Newsletter zu unterscheiden. Auch der sogenannte CEO-Fraud nimmt zu: Dabei geben Betrüger sich als Vorgesetzter aus und veranlassen eine größere Überweisung. Häufig sind auch Spam-Mails, die einschüchtern sollen, zum Beispiel Mahnungen und Schreiben eines vermeintlichen Anwalts.

Sicherheitstipps für Nutzer

Die E-Mail-Anbieter geben einige Hinweise, wie Adressaten gegen Spam-Mails vorgehen können. So helfe es den Anbietern zum Beispiel, wenn die Nutzer unerwünschte Nachrichten als Spam markieren. Außerdem sollten die Empfänger nie auf eine betrügerische Mail antworten, da sie damit dem Betrüger zeigen, dass ihre Mail-Adresse genutzt wird. Empfehlenswert sei es auch, mehrere Adressen zu verwenden und sie nur sparsam weiterzugeben.

Weiterführende Links:

  • E-Mail-Betrüger werden immer professioneller und so ist es oft schwer, eine Phishing-Mail zu erkennen. Mit diesen Hinweisen gelingt es Ihnen, Versuche von Passwortdiebstahl zu enttarnen.
  • Ein Spamfilter ist grundsätzlich sehr hilfreich – ärgerlich nur, wenn Ihr Newsletter darin hängenbleibt und nicht bei den Kunden ankommt. Lesen Sie in unseren Tipps, wie Sie den Filter umgehen können.