Zwei-Faktor-Authentifizierung: Höhere Hürden für Hacker

Passwörter können leicht geknackt werden, deshalb verlassen sich immer mehr Internetnutzer auf einen zusätzlichen Schutz beim Einloggen. Hierbei spricht man von der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung. Viele E-Mail-Konten lassen sich bereits zusätzlich schützen, indem Nutzer bei der Anmeldung nicht nur die üblichen Login-Daten eingeben, sondern sich ferner einen Sicherheitscode an das eigene Handy schicken lassen. Wird dieser Code bei der Anmeldung korrekt eingegeben, erhält der Nutzer Zugang zu seinem Konto.

Sound-Proof: Zusätzliche Sicherheit per Geräuschkulisse

Mehr Sicherheit ist so garantiert, doch bequem ist diese Art der Anmeldung nicht. Die Lösung der Schweizer Forscher vom Institute of Information Security an der ETH Zürich: Sound-Proof. Die Software macht sich ebenfalls die Zwei-Faktor-Authentifizierung zunutze. Nur dass hierbei die Umgebungsgeräusche als zweites Identifizierungsmerkmal dienen.

So soll das System funktionieren: Nach Eingabe des Passworts auf dem Computer, wird automatisch eine Sound-Proof-App auf dem Smartphone aktiviert. Die Mikrofone von Handy und PC schalten sich gleichzeitig ein und zeichnen simultan die Umgebungsgeräusche auf. Wenn die Sounds übereinstimmen, geht das System davon aus, dass sich der Nutzer mit seinem Handy im selben Raum aufhält, in dem er sich gerade anmelden will. Er ist also berechtigt, sich einzuloggen.

Sound-Proof überzeugt nicht jeden Experten

Eine komfortable Idee für mehr Sicherheit im Netz. Doch nicht jeder ist von Sound-Proof überzeugt. Laut dem Technikportal "Wired" ist es immer noch möglich, dass ein Hacker seinem Opfer folgt, nachdem er dessen Passwort geknackt hat. Denn sobald er sich im selben Raum befindet, kann er das Passwort in seinen Laptop eingeben und es vom nahen Handy der Zielperson automatisch bestätigen lassen.

Derzeit ist Sound-Proof mit mehreren Browsern wie zum Beispiel Firefox oder Chrome kompatibel. Laut der Schweizer Experten muss ein Lauschungsangriff aber nicht befürchtet werden: Für den Abgleich der Geräusche werden lediglich Klangsignaturen und keine Tonaufnahmen transferiert.

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