Teurer Platzhirsch und günstige Alternativen zu Photoshop

Ein Online-Auftritt, ein Whitepaper, ein Werbeprospekt oder geschäftliche Publikationen in den sozialen Netzwerken machen ohne ansprechende Bilder nicht viel her. Doch auch wenn Fotos vorliegen, sind sie nicht immer perfekt – eine digitale Bearbeitung muss optische Mängel ausbügeln. Quasi als Standardprogramm schlägt dann meistens die Stunde von Photoshop.

Die nahezu omnipotente Lösung von Adobe ist allerdings nicht billig. Das kann vor allem für klamme Startups zum finanziellen Problem werden. Während frühere Photoshop-Versionen noch zum Festpreis zu haben waren (und auch heute noch funktionieren), gibt es die Software derzeit nur als monatliches Abo. Dies kostet mit 20 Desktop-Applikationen und Apps von Creative Cloud, einschließlich Photoshop CC, Illustrator CC und XD CC, für neue Unternehmenskunden rund 70 Euro im Monat. Für Photoshop allein verlangt Adobe knapp 30 Euro.

Deutlich weniger bis gar nichts kosten mehrere Alternativen zu Photoshop. Wir stellen die fünf spannendsten vor.

1. Gimp

Gimp ist ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm. Das Open-Source-Tool ist annähernd so leistungsstark wie das große Vorbild. Neben Basics wie Schneiden und Freistellen von Fotos oder Kontrastkorrektur erlaubt es auch komplexere Bildbearbeitung. Zugleich stellt es keine großen Anforderungen an seine Nutzer und ist somit auch für Anfänger geeignet. Die Bedienung von Gimp läuft über Werkzeugleisten, Menüs und Dialogfenster.

  • Kostenlos
  • Einfache Bedienung
  • Unterstützt Windows, macOS und Linux

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2. Affinity Photo

Eine sehr verbreitete Photoshop-Alternative und ein gutes Bildbearbeitungsprogramm ist Affinity Photo. Es kostet einmalig etwa 55 Euro (kein Abo). Dafür erhalten die Käufer eine große Funktionsvielfalt. Dazu gehören unter anderem RAW-Bearbeitung, HDR-Kombination, Stapelverarbeitung, Retusche und Montage von Panoramabildern. Für Unternehmen gibt es beispielsweise Mehrplatzlizenzen ab zehn Anwendern und vermischte Lizenzen für Windows und macOS.

  • Rund 55 Euro Kaufpreis
  • Umfangreiche Funktionen
  • Kostenlose Testversion

3. Paint.Net

Eine der interessantesten Alternativen zu Photoshop ist Paint.Net. Entwickelt wird es an der Washington State University. Dort wollte man anfangs mit dem Tool das Bildbearbeitungsprogramm Microsoft Paint ersetzen. Doch über dieses Ziel sind die Programmierer längst hinaus. Paint.Net ist ein mächtiges Werkzeug, das beispielsweise mit Plug-ins Funktionen bietet, die andere, teure Tools oft nicht haben. So ist die Arbeit auf mehreren Ebenen möglich. Auch Effekte lassen sich verwirklichen. Das Programm unterstützt Bildformate wie TGA, TIFF, JPEG, PNG, BMP und GIF.

  • Kostenlos
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Nur für Windows
Bildbearbeitung: Fünf Alternativen zu Photoshop Besonders für kleine und junge Unternehmen lohnen sich günstige Bildbearbeitungsprogramme. (© 2018 Shutterstock / nd3000)

4. PhotoScape

Neben Grundfunktionen hat PhotoScape für Windows noch mehr auf dem Kasten. So lassen sich damit animierte GIFs erstellen, eine Stapelverarbeitung machen oder RAW-Bilder bearbeiten. Trotzdem ist es nicht so vielseitig wie andere Alternativen zu Photoshop. Und es finanziert sich über Werbung und Adware, die manche Antivirenprogramme für verdächtig halten. Darauf sollte bei der Installation geachtet werden: bei unerwünschten Softwarebestandteilen die Häkchen entfernen.

  • Kostenlos
  • Einfache Bedienung
  • Als PhotoScape X auch für Windows 10 und macOS

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5. Polarr

An anspruchsvolle Nutzer richtet sich dieses Bildbearbeitungsprogramm. Polarr gibt es sowohl als Web-App als auch für mehrere Desktop-Betriebssysteme. Die Funktionsvielfalt steht Photoshop und vielen seiner Alternativen in nichts nach. Vorteil: die intuitive Bedienung, die nicht nur Profis zu schätzen wissen. Als Grundversion ist Polarr kostenlos, die Variante mit Vollausstattung wird für rund 20 Dollar verkauft.

  • Vergleichsweise günstig
  • Nur auf Englisch zu haben
  • Für Windows, macOS, ChromeOS, Linux und als Web-/Online-Version