Trend 1: Vernetzte Mobilität

Autonome Autos spielen eine zentrale Rolle auf der CES 2017. Nicht nur für die großen internationalen Hersteller, sondern auch für viele Start-ups. In ihrem gemeinsamen Thema geht es um vernetzte Mobilität, die eine Voraussetzung für selbstfahrende Wagen ist. Wenn deren Fahrer sich nicht mehr so sehr auf das Steuern konzentrieren müssen, bietet ihnen das Raum für andere Beschäftigungen. Daher zeigen viele Aussteller Konzepte zu mehr Unterhaltungs-, Shopping- und Entspannungserlebnissen während der Reise. Auch ein Garten im Fahrgastraum gehört dazu. Dreh- und Angelpunkt der meisten Ideen sind mit dem Smartphone vernetzte Autos.

Trend 2: Digitale Sprachassistenten

Bereits im vergangenen Jahr brachten Amazon mit Echo und Google mit Home digitale Sprachassistenz-Systeme auf den Markt. Diesen Vorreitern werden andere Hersteller folgen und zeigen auf der CES 2017, was ihnen zu dem Trend eingefallen ist. Ihre Ideen funktionieren hauptsächlich nach demselben Prinzip, das bereits von ähnlichen Lösungen in Smatphones bekannt ist: Die Geräte werden über ein eingebautes Mikrofon per Schlüsselwort aktiviert und beantworten dann Fragen oder führen Wünsche ihrer Besitzer aus. So lassen sich mit ihnen Smart-Home-Anwendungen steuern, E-Mails diktieren oder Anrufe entgegennehmen. Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics und Digital Media, sagt dazu:

"Die Assistenten stellen eine neue Schnittstelle zwischen Mensch und Internet dar."

Trend 3: Virtual Reality

Als einen weiteren Schwerpunkt der CES 2017 sieht der Digitalverband Bitkom die virtuelle Realität. Dabei setzen Nutzer eine Brille mit einem Display für jedes Auge auf und erleben so eine 3D-Welt um sich herum. Darin können sie sich per Kopfbewegung umsehen. Ganz so, als wären sie tatsächlich in einer anderen Umgebung. Bislang wird diese Technologie häufig für Spiele und sonstige Unterhaltung genutzt. Es ergeben sich aber auch immer mehr kommerzielle Anwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel für Piloten, die per Virtual Reality Flüge simulieren, oder für Mediziner, die riskante Eingriffe ausprobieren. Nach einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte wird der Umsatz mit Virtual Reality in Deutschland bis 2020 eine Höhe von einer Milliarde Euro erreichen.

Trend 4: Internet der Dinge

Auch im vierten Trend geht es um Vernetzung, denn das Internet der Dinge ist ohne drahtlosen Datenaustausch nicht möglich. Damit verständigen sich smarte Geräte untereinander, informieren sich über ihren jeweiligen Standort und Status oder erledigen im Verbund Aufträge ihres Besitzers. Auf diese Weise kommunizieren beispielsweise Fernseher per Internet mit Video-On-Demand-Anbietern. Ein Stichwort für das Internet of Things (IoT) ist also das Smart Home. Für die CES 2017 haben laut Bitkom bereits mehrere Aussteller Kooperationen mit Start-ups verkündet. Zwei – eher skurrile –Produktbeispiele:

  • Ein Scanner für das Badezimmer, der Hautprobleme erkennt.
  • Ein dank Magnetfeld schwebender Bluetooth-Lautsprecher für kabellosen Musikgenuss.

Weiterführende Links:

  • Das Internet of Things ist auch für die Industrie ein spannendes Thema. Die Vernetzung hilft, die Produktion zu automatisieren, zu beschleunigen und datenmäßig in andere Geschäftsprozesse zu integrieren.
  • Eine Studie zeigt: Die Medienbranche erwartet viel von der Virtual Reality.