Auslagerung der eigenen IT-Hardware

Als Serverhousing wird die Unterbringung und Netzanbindung eines Kundenservers im Rechenzentrum eines Internet Service Providers bezeichnet. Das heißt, im Gegensatz zum reinen Hosting wird die Hardware dort nicht vom Anbieter, sondern vom Kunden oder Mieter selbst gestellt. Die Server gehören weiterhin dem Kunden und können von ihm selbst vor Ort installiert und bei Bedarf auch betreut werden – so erhält jeder Kunde, der die Dienstleistung für Colocation in Anspruch nimmt, selbstverständlich auch eine Zugangsberechtigung zum Rechenzentrum. Das Serverhousing ist deshalb so beliebt, da sich dadurch Einsparpotenziale in den Bereichen Material und Energie fürs jeweilige Unternehmen ergeben.

Colocation

Colocation steht für die Auslagerung eigener IT-Hardware (wie Server und Speichermedien) in ein nahe gelegenes Rechenzentrum eines externen Dienstleisters. Der Dienstleister sorgt dann für die unterbrechungsfreie Stromversorgung, die Kühlung, die Netzanbindung und den Schutz vor Feuer, Wasser und anderen physischen Gefahren.

Für wen empfiehlt sich die Auslagerung der IT-Hardware?

Besonders für mittelständische Unternehmen ohne eigene IT-Angestellte empfiehlt es sich, die eigene IT-Hardware auszulagern. Denn der typische Mittelständler braucht nicht zwangsläufig eine eigene IT-Infrastruktur. Er profitiert davon, über die Cloud auf Lösungen zurückgreifen zu können, die auch großen Unternehmen zur Verfügung stehen.

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Die Möglichkeit, Teile der IT aus der Hand zu geben, bietet ihm wiederum die Chance, sich stärker auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren. Auch ist der Betrieb von Webservern an rechtliche Bestimmungen gebunden und benötigt eine gewisse Infrastruktur, welche die Sicherheit, den Betrieb und die Performance gewährleisten. Das können die meisten Unternehmen gar nicht erfüllen und müssen daher auf die externen Dienstleistungen in Rechenzentren zurückgreifen.

Die Server werden von Colocation-Anbietern gewartet. Die Server werden von Colocation-Anbietern gewartet. (© 2018 Shutterstock / Dmytro Zinkevych)

Die Vorteile von Serverhousing auf einen Blick

  • Stets sehr hohe Verfügbarkeit
  • Sehr hohe Sicherheit
  • Einsparung von wertvollem Platz in der Firma
  • Einhaltung von Datenschutzbestimmungen
  • Schutz vor Diebstahl und Manipulation
  • Brandlöschsysteme und Brandüberwachung
  • Sichere Stromversorgung
  • Kühlanlagen
  • Höhere Datenübertragungsrate

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Der Markt freier Rechenzentren-Kapazitäten wächst

Laut der Studie „ISG Provider Lens Germany 2018 – Infrastructure & Datacenter/Private Cloud“ der Information Services Group Germany GmbH zeigt sich, dass die Nachfrage nach Colocation-Rechenzentren in den vergangenen zwölf Monaten kräftig angezogen hat.

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Den ISG-Analysten zufolge vergrößert sich der Markt der Colocation-Anbieter derzeit schon im Eiltempo. Jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich seien die Regel, heißt es in der Studie. Zudem wurde dort festgestellt, dass mehr und mehr regionale Anbieter jenseits der Ballungszentren Marktanteile gewinnen. Grund seien vor allem Mittelstandskunden, die eine räumliche Nähe zu den Rechenzentren wünschen und daher auf die Colocation-Services eines Anbieters setzen, der in der Nähe zum eigenen Unternehmen angesiedelt ist.

Serverhousing lohnt sich für viele Firmen auch finanziell. Serverhousing lohnt sich für viele Firmen auch finanziell. (© 2018 Shutterstock / Jirapong Manustrong)

Dabei würden die Cloud-Service-Provider den Markt für Colocation-Rechenzentren zusätzlich anheizen, erklärt Heiko Henkes, Lead Advisor der Studie bei ISG Germany GmbH: „Die Kunden erwarten heute eine schnelle und flexible Bereitstellung von Cloud-Ressourcen. Deshalb setzen Anbieter von Cloud Services verstärkt auf die sicheren Freiflächen der Colocation-Anbieter, die schnell bereitgestellt werden können.“