Den Computer reinigen: Staub nimmt Ihrer Hardware die Luft zum Atmen

Ganz egal, ob Sie mit Desktop-PC oder Laptop arbeiten: Die größte Bedrohung für Ihre Hardware bei mangelnder Pflege heißt Staub. Lassen Sie ihn gewähren, nimmt er Ihrer Hardware über kurz oder lang die Luft zum Atmen. Mögliche Folgen:

  • Der Lüfter muss Extrarunden drehen, um Ihren Computer auf Temperatur zu halten,
  • Sie müssen vermutlich mit einer höheren Lärmbelastung leben und
  • Ihre Hardware läuft trotzdem Gefahr durch einen Hitzschlag das Zeitliche zu segnen.

Dabei können Sie dem Staub ganz einfach zu Leibe rücken, indem Sie Ihren Computer reinigen – und zwar regelmäßig. Außer einem Staubsauger, Wattestäbchen und einem passenden Schraubenzieher wird dafür kein weiteres Equipment benötigt.

Nachdem Sie Ihren Computer vom Strom getrennt haben, reinigen Sie die Lüftungsschlitze Ihres Geräts vorsichtig mit einem Staubsauger äußerlich vom Staub. Zusätzlich sollten Sie sich einmal pro Jahr die Zeit nehmen, Ihren Computer aufzuschrauben und die Hardware von innen zu reinigen.

Bevor Sie auf diese Art Ihren Computer reinigen, sollten Sie sich erden – zum Beispiel, indem Sie eine Heizung berühren. Dadurch können Sie verhindern, dass empfindliche Bauteile der Hardware durch Spannungsunterschiede Schaden nehmen.

Auch hier ist der Staubsauger Ihr Verbündeter. Bei seinem Einsatz sollten Sie darauf achten,

  • seine Saugkraft zu drosseln und
  • die verschiedenen Bauteile Ihres Computers nicht direkt zu berühren.

Zusätzlich bietet es sich an, die Lamellen des Lüfters mit einem Wattestäbchen zu säubern, damit sich dieser wieder uneingeschränkt drehen kann.

Die Tastatur pflegen: Der Keimschleuder die Munition nehmen

Wenn Sie Ihren Computer reinigen, nehmen Sie sich am besten gleich etwas mehr Zeit und kümmern sich auch um Ihre Tastatur. Eine wichtige Maßnahme, wie bereits 2008 das britische Verbrauchermagazin "Which?" verdeutlichte: Denn die Tastatur kann eine echte Keimschleuder und stärker mit Bakterien belastet sein als eine regelmäßig gereinigte Klobrille ...

Also besser ran an die Tasten und die Hardware richtig säubern: Am Anfang steht dabei die Entfernung grober Schmutzpartikel. Dafür ...

  • drehen Sie die Tastatur entweder auf den Kopf und klopfen sie aus oder
  • setzen ein Druckluftspray ein, das es für kleines Geld im Fachhandel gibt.

Im Anschluss gilt es, den Bakterien und Keimen den Garaus zu machen. Dafür können Sie ...

  • entweder auf Hausmittelchen zurückgreifen und dem Dreck mit Papiertüchern, Wattestäbchen (mit Seifenlauge nur leicht angefeuchtet) auf und zwischen den Tasten den Kampf ansagen,
  • oder auf ein professionelles Tastatur-Reinigungsset – bestehend aus einem speziellen Reinigungsmittel und einem Schwamm, der sich den Konturen Ihrer Tastatur anpasst.

Wollen Sie komplett auf Nummer sicher gehen? Dann können Sie Ihre Tastatur auch in die Spülmaschine legen – kein Scherz. Dafür entfernen Sie zunächst mit einem stumpfen Gegenstand alle Tasten. Ein Vorher-Foto hilft, um nachher alles wieder richtig zusammensetzen zu können.

Anschließend lösen Sie auf der Unterseite alle Schrauben, öffnen das Gehäuse und entfernen die Elektronik. Alle weiteren Bauteile kommen bei Temperaturen bis zu 40 Grad in die Spülmaschine. Haben Sie alle Bauteile trocknen lassen, können Sie die Tastatur wieder zusammensetzen.

Die Maus putzen: Mit Druckluft und Mikrofasertuch zum Ziel

Wenn Sie schon Ihre Tastatur und Ihren Computer reinigen, können Sie im gleichen Abwasch auch Ihre Maus vom Schmutz der täglichen Arbeit befreien. Funktioniert diese auf Infrarot- oder Laserbasis reichen schon Seifenlauge und ein Mikrofasertuch aus, um ein gutes Ergebnis bei der Hardware zu erzielen.

  • Zwischenräume lassen sich ideal mit einem Druckluftspray reinigen,
  • während Sie für das Mausrad im besten Fall einen Walzenreiniger und ein Mikrofasertuch verwenden.

Bei einer Kugel-Maus wird die Kugel ebenfalls mit einem Walzenreiniger gesäubert: Dafür nehmen Sie die Kugel am besten heraus und wischen sie mit einem Mikrofasertuch ab. Die einzelnen Laufräder innerhalb der Maus können Sie ebenfalls mittels des Walzenreinigers und eines Wattestäbchens reinigen.

Den Monitor säubern: Mehr Durchblick mit der richtigen Pflege

Last but not least gilt es, den Staub und die Fettflecken auf Ihrem Bildschirm zu entfernen. Denn bei ungünstigen Lichtverhältnissen verschleiern Schmutz die Sicht auf das Wesentliche und behindert Sie in Ihrer täglichen Arbeit. Zeit also, auch Ihren Monitor auf Hochglanz zu bringen, wenn Sie schon Tastatur und Computer reinigen.

Hat sich eine unansehnliche Staubschicht auf Ihrem Bildschirm bequem gemacht, reicht oftmals schon ein einfaches Papiertaschentuch, um für klare Sicht zu sorgen. Dabei sollten Sie darauf achten, ein Taschentuch ohne Zusatzstoffe zu verwenden. So beugen Sie hässlichen Schlieren auf Ihrem Monitor vor.

Noch besser eignet sich allerdings ein Mikrofasertuch. Besonders dann, wenn sich Fingerabdrücke und Schmutz auf Ihrem Bildschirm abzeichnen. Für diesen Fall empfiehlt das Fachmagazin "Chip" außerdem den Einsatz eines speziellen Sprays auf Phenoxyethanol-Basis. Dieses sollte ...

  • immer nur bei abgeschaltetem Bildschirm zum Einsatz kommen,
  • niemals direkt auf den Monitor gesprüht werden,
  • sondern auf das Mikrofasertuch gegeben und in sanften, kreisenden Bewegungen auf dem Bildschirm aufgetragen werden.

Weiterführende Links:

  • Wollen Sie Ihren Computer reinigen und dabei nicht nur die Hardware, sondern auch die Software auf Vordermann bringen, gibt Ihnen "Computer Bild" interessante Tipps.
  • Wie Sie Ihren Computer reinigen und die Festplatte vom Datenmüll befreien, weiß auch "T-Online".