Datenverlust – die allgegenwärtige Gefahr

Es ist der Albtraum für jedes modern arbeitende Unternehmen: Datenverlust. Trotz neuester Technik, ist mit diesem Übel jederzeit zu rechnen. Wer mit seinen wichtigen digitalen Informationen in die Cloud umzieht oder unternehmensweit auf Data Loss Prevention vertraut, der verbessert seine Chancen, davon verschont zu werden. Doch was ist mit den Daten auf einzelnen Rechnern? Auch sie bedürfen gewisser Schutzmaßnahmen.

1. Tipp: Technik ist gut, Technikglaube schlecht

Haben Sie volles Vertrauen in Ihre Hardware? Hoffentlich nicht, denn dann könnten Sie eine unangenehme Überraschung erleben. Praktisch keine Komponente in einem PC ist vor einem Kollaps gefeit. Das gilt nicht zuletzt für die Festplatten, auf denen Ihre Daten ruhen. Allem Fortschritt zum Trotz arbeiten die Speicher mit einer filigranen und daher anfälligen Technik. Verlassen Sie sich also nicht darauf, dass sie ewig ihren Dienst tut. Ein Datenverlust kann jederzeit und ohne Vorwarnung eintreten.

2. Tipp: Backup!

Mittlerweile sollte es selbstverständlich sein, Daten auf dem PC regelmäßig zu kopieren und per Backup zu sichern. Allerdings nicht auf einer Partition derselben Festplatte. Denn geht die einmal kaputt, ist jede Partition darauf von dem Ausfall betroffen und der Datenverlust ist perfekt. Dokumente und sonstige wichtige Informationen sollten Sie zumindest auf einer zweiten internen Platte einlagern. Noch besser ist ein externes Medium. Das sind zum Beispiel:

  • mobile Festplatten
  • Flash-Speicher
  • CDs, DVDs und Blu-rays
  • USB-Sticks

Besonders wichtigen Daten gewähren Sie am besten ein mehrfaches Backup. Mehr Informationen zum Thema liefert unser Ratgeber "Backup-Tools: 4 Varianten der Datensicherung".

3. Tipp: Differenzielle und inkrementelle Sicherung

Den Schutz Ihrer Daten können Sie auf unterschiedliche Weise vornehmen. Häufig verwendet werden die beiden folgenden Varianten:

  • Differenzielle Sicherung: Bei dieser Form werden jedes Mal sämtliche Daten gesichert. Das geschieht auch, wenn sich nur wenig am Bestand geändert hat. In der Folge dauert ein Vorgang recht lange und der Speicherbedarf wächst mit der zunehmenden Datenmenge.
  • Inkrementelle Sicherung: Am Anfang steht auch hier eine vollständige Sicherung aller Daten. Beim nächsten Durchgang werden aber nur Änderungen im Vergleich zum Original gespeichert. Deshalb geht das im Vergleich zur differenziellen Methode schneller, dauert aber im Ernstfall beim Zurückspielen der Daten länger. Dafür sind übrigens sämtliche Zwischenkopien notwendig.

4. Tipp:  Software aktualisieren

Egal ob Betriebssystem, Dienstprogramme, Firewall oder Anti-Schadprogramme – alle sollten immer auf dem neuesten Stand sein. Am einfachsten nutzen Sie dafür, sofern angeboten, die jeweiligen, automatischen Update-Funktionen. Damit sind nicht nur die einzelnen Programme immer aktuell, sondern sie arbeiten auch miteinander besser, da sie auf einem gegenwärtigen Niveau sind. Das verbessert die Chancen auf eine reibungslose Kooperation des gesamten Systems und natürlich den Schutz gegen Angriffe und Datendiebstahl von außen. Eine häufige Gefahr sind DDoS-Attacken. Wie sich davor schützen, erfahren Sie hier.

5. Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Festplatten sind zwar immer robuster und zuverlässiger geworden, dennoch sollten sie pfleglich behandelt werden, um einen Datenverlust zu vermeiden. Darauf sollten Sie daher achten:

  • Setzen Sie Festplatten keinen Erschütterungen aus.
  • Zu große Hitze ist ebenfalls schädlich.
  • Gewähren Sie Ihren Datenträgern, wenn möglich, eine Pause. Dauerbetrieb ist nämlich nicht gut für sie.

Weiterführende Links:

  • Safety first: Wer sensible Informationen schützen will, sollte seine Festplatte verschlüsseln. Es ist nämlich extrem geschäftsschädigend, wenn Ihre wertvollen Daten in die falschen Hände fallen.
  • Ausradieren für Profis: Müssen Sie eine Festplatte sicher löschen, so brauchen Sie dafür eine spezielle Software. Ansonsten haben Sie ein Problem, wenn Sie Ihren Windows-Computer oder einen Datenträger verkaufen beziehungsweise entsorgen.